Schlagwort «Shakespeare»

Katharina die Kleine
mit der Zauberstimme

Die kleine Dame im grauen Kittelkleid mit der glatt anliegenden Frisur ist äußerlich das Gegenteil einer ‚imposanten Erscheinung‘. Ihre eigentümlich mädchenhafte Stimme ruft das typische Bild einer ‚lieben Omi‘ hervor. Doch Katharina Thalbach kann ganz groß werden – gruselig sogar – etwa, wenn sie die Ballade von der Tay-Bridge-Katastrophe vorträgt: „Wann treffen wir drei wieder zusamm…?“

Die Emanzipation des Flauto Dolce

Stefan Temmingh hat sich als Blockflöten-Solist vor allem dadurch einen Namen gemacht, dass er die Musik des Barock auf ungewohnte Weise aktualisiert: mit authentischen Klängen und originellen Interpretationen. Beim Neusser Shakespeare-Festival stellte er zusammen mit der Barock-Sopranistin Dorothee Mields und der ‚The Gentleman’s Band‘ seine instrumentale Interpretation alter Lieder vor.

Lauten und Lappalien,
Poesie und Blasensteine

Die Einheit von Musik und Text ist ursprünglich ein typisches Merkmal der Shakespeareschen Dramaturgie, sagt Wolfgang Katschner, Lautenist und Leiter des Barock-Ensembles ‚Lautten-Compagney‘ aus Berlin. Mit dem Programm ‚Peeping at Pepys‘ gastierte das Ensemble zusammen mit der Sopranistin Melanie Hirsch und dem Schauspieler und Sänger Gustav Peter Wöhler beim Neusser Shakespeare-Festival.

„…hier den Dreckskerl aufzuführen.“

‚Richard III.‘ gehört zusammen mit den dem Dreiteiler ‚Heinrich VI.‘ zu der York-Tetralogie Shakespeares. Es schließt den Mehrteiler ab, der die sogenannten Rosenkriege zwischen 1455 und 1485 umfasst. Das Königs-Drama ist um 1593 entstanden und gehört damit zu den frühen Werken Shakespeares. Dass es nicht oft auf deutschen Bühnen zu sehen ist, liegt auch an der verwickelten Story, in der diverse Edwards und Richards neben einer Vielzahl anderer Familien- und Adelsmitglieder vorkommen. Um so spannender zeigt sich die Inszenierung der ‚bremer shakespeare company‘.

Bewegte Momente,
Sprünge durch Zeit

Die ‚bremer shakespeare company‘ gehört zu den überragenden Truppen, denen immer wieder ausgezeichnete Inszenierungen gelingen auch von solchen Shakespeare-Stoffen, an die sich die meisten Ensembles und Regisseure aus gutem Grund nicht herantrauen. Schon zum zweiten Mal setzen sie sich mit dem ‚Pericles‘ auseinander und haben mit Regisseur Thomas Weber-Schallauer eine ganz eigene Fassung entwickelt: Ein Spiel mit Menschen und mit fast lebensgroßen Puppen.

Will und die wilden Weiber

Das 24. Shakespeare-Festival in Neuss ist mit einem furiosen Spektakel eröffnet! Der donnernde Schlussapplaus ließ die Leichtbauwände des kleinen ‚Globe‘-Theaters an der Pferderennbahn erzittern. Die ‚bremer shakespeare company‘, die schon von der Idee an am Neusser Festival beteiligt war, gab ihre Eigen-Produktion ‚Wie es Will gefällt‘ – eine Revue aus schauspielerischer Meisterschaft und persönlicher Reflexion Shakespeares als Autor, als Mensch und als Mythos.

Zeigen, wie Shakespeare gewirkt hat

Dr. Rainer Wiertz (Jg. 1955) ist Kulturreferent der Stadt Neuss und Motor des Shakespeare Festivals im Globe Neuss, das 2014 schon zum 24. Mal stattfindet. Ab dem 19. Juni dreht sich dann wieder alles auf der kleinen Bühne um den großen Dichter. Auf dem Programm stehen nicht nur bekannte Stücke von Shakespeare, sondern auch selten …

Happy Birthday, Will!

Die Stadt Neuss veranstaltet 2014 nicht nur ihr 24. Shakespeare Festival, sondert feiert mit einem besonders hochkarätigem Programm den 450. Geburtstag des ebenso genialen wie geheimnisvollen Dichters und Dramatikers. Vom 19. Juni bis zum 19. Juli präsentieren sich europäische Größen der Shakespeare-Szene. Gleich mit drei Stücken wartet die ‚bremer shakespeare company‘ auf.

Brecht die Macht
des Rechtecks!

Wenn Patrick Spottiswoode das deutsche Wort ‚Rechteck‘ ausspricht, klingt es noch eine Ecke kantiger und härter: „Reckt-Eck!“ Das Rechteck dominiert inzwischen unser Leben, sagt er; Schule und Büro sind Rechtecke, Computer- und Fernsehbildschirme sind Rechtecke, und auch das typische Theater spielt in einem Rechteck. Das war zu Shakespeares Zeit anders. Und noch vieles mehr war ganz anders, und das macht Spottiswoode eindrucksvoll klar.

Auf Standby
mit Otello

Giuseppe Verdi schrieb die Opernfassung von Shakespeares Tragödie ‚Othello‘ im Jahr 1887, zwölf Jahre nach seiner berühmten ‚Aida‘. Im niedersächsischen Staatstheater Oldenburg hat Niklaus Helbling Verdis ‚Otello‘ neu inszeniert und dabei viel Verwirrung gestiftet.