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Seltsam ist nicht spannend

‚Die Seltsamen‘ heißt das Debut des S-Nachwuchs-Autors Stefan Bachmann. Zusammen mit dem Nachfolgeband ‚Die Wedernoch‘ ist es jetzt auf Deutsch erschienen. Leider ist es angesichts des ‚Phantasy‘-Booms weder seltsam noch spannnend.

Rom in vier Dimensionen

‚Die Wunder der Stadt Rom‘ lautet übersetzt der Titel des ersten geschriebenen Reiseführers unserer Kultur. Er stammt aus dem hohen Mittelalter und ist seit dem 12. Jahrhundert belegt. Im Herder-Verlag ist eine bibliophil ausgestattete Ausgabe mit Übersetzung erschienen, die nicht nur als Lektüre taugt, sondern auch tatsächlich einen ganz neuen Blick auf Rom eröffnen kann.

Ein Schmöker
zur Entspannung

Wie schreibt man einen Bestseller? Mit dieser Frage beschäftigen sich Autoren und Verlage schon seit Jahrzehnten. Ein Patentrezept hat noch keiner gefunden, also versucht man, sich an erfolgreichen Vorbildern zu orientieren. Die Autoren von ‚Bozzetto‘ haben gleich mehrere Komponenten erfolgreicher Bestseller aufgenommen und zu einem neuen Schmöker zusammengerührt: Ein historisches Kunstwerk und ein mysteriöser Fluch, der Vatikan und die organisierte Kriminalität, gute Schweizer Kunsthändler und böse Nazis.

Ausgeleierter Autor
dreht Gebetsmühle

Der finnische Vielschreiber Arto Paasilinna produziert seit Jahren einen Bestseller nach dem anderen. Zum Beispiel hatte sein schwarzhumoriger Roman ‚Der wunderbare Massenselbstmord‘ die Verkaufslisten gestürmt. Doch mit seinem neuesten Produkt dokumentiert er, das auch ein Clown mal eine Pause braucht.

Far niente als Erfolgsrezept

Ulrich Schnabel: ‚Muße – Vom Glück des Nichtstuns’. Ein schöner Titel, ein schön gebundenes Buch, das auf dem Titel einen Herrn im gepflegten Anzug zeigt, hingebettet in Denkerpose. Oder träumt er vielleicht nur? Bestätigt sich dadurch das Vorurteil: Das Wort ‚Muße‘ ist nur eine Ausrede für gut betuchte Nichtstuer?

Else ist immer angesagt

Jede Veröffentlichung über Else Lasker-Schüler ist eine Brücke zwischen der heutigen Kulturszene in Deutschland und dem, was sie war, bevor die Nazis sie zerstörten. Der 9. Almanach der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft ist anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens herausgekommen.