Schlagwort «Holocaust»

Schonzeit war nie

‚Schonzeit vorbei‘ nennt Juna Grossmann ihren Report Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus. Schonzeit vorbei? Als ob es sie je gegeben hätte. ‚Schonzeit‘ gab es nach dem 2. Weltkrieg für Mitläufer, Täter – nicht für die Überlebenden. Die wahnhafte Phobie gegen die Juden ist offensichtlich so tief im Weltbild unserer Kultur verdrahtet, dass kein noch so offensichtlicher Widerspruch zur Realität die betroffenen Gehirne kurieren kann.

Bauten, Bürger und Barbaren

Die Ufer unserer Binnengewässer sind von den luxuriösen Behausungen der Reichen weitgehend besetzt. Doch weder am Starnberger See noch etwa an der Hamburger Binnenalster werden die Extreme unserer Kultur so drastisch deutlich wie am Großen Wannsee in Berlin. 

Reflexion
ist nicht ihre Stärke

Inge Deutschkron hat zusammen mit ihrer Mutter den Holocaust in Berlin überlebt. Davon berichtet sie eindrücklich in ihrem ersten Buch ‚Ich trug den gelben Stern‘. In der Fortsetzung dieses Bandes ‚Mein Leben nach dem Überleben‘ rechnet sie mit Nazi-Deutschland ab. Als Journalistin in Bonn erlebt sie hautnah den Aufbau der Bundesrepublik.

Gelber Stern,
roter Stern

Inge Deutschkrons Buch ‚Ich trug den gelben Stern‘ ist bekannt, aber vielleicht immer noch nicht bekannt genug. Schonungslos ehrlich berichtet die spätere Journalistin, wie sie zusammen mit ihrer Mutter den Holocaust in Berlin überlebte, über die Menschen, die ihr halfen und diejenigen, die nicht halfen.

Einer blickte zurück
ins Kuckucksnest

Es kann eine erschütternde Erfahrung sein, wenn man plötzlich gewahr wird, dass die Menschheit im Lauf der Geschichte nicht unbedingt weiser, klüger oder gescheiter geworden ist. Man wird kritischer und selbstkritischer, zweifelt nicht nur am Glauben an den eigenen Fortschritt, sondern auch dem anderer, und so kann es einem zustoßen, dass einen die vermeintlichen alten Freunde verdammen; denn sie müssen ihr Selbstbild vor solchen Erschütterungen in Sicherheit bringen. fifty2go ist dem Historiker Götz Aly auf seiner Lesereise begegnet.

Das Motiv des Kain

Über die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung Europas im ‚Dritten Reich‘ gibt es viel Literatur. Doch ein Rätsel blieb immer, warum dieses Verbrechen ausgerechnet die Deutschen verübt haben, ein Staat, in dem die Juden längst gleichberechtigte Bürger waren, im Gegensatz zu etlichen anderen Gesellschaften Europas. Der Historiker Götz Aly geht einen neuen Weg und bringt Licht in einen blinden Fleck.

Else ist immer angesagt

Jede Veröffentlichung über Else Lasker-Schüler ist eine Brücke zwischen der heutigen Kulturszene in Deutschland und dem, was sie war, bevor die Nazis sie zerstörten. Der 9. Almanach der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft ist anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens herausgekommen.