Ende oder Kreislauf?

Der Tod ist ein Übergang – es macht den Menschen aus, die Toten nicht einfach liegen zu lassen.


Sterben gehört zum Leben – so heisst es immer wieder. Aber was es eigentlich bedeutet wird meistens verdrängt. Das Urgeschichtliche Museum in Blaubeuren hat dieses Phänomen zum Thema einer Sonderausstellung gemacht: Vergehen und Werden – Der Kreislauf des Lebens.

Die Maus begleitet den Menschen, seit er Nahrung sammelt. Auch als Mumie.

Im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren, dem Urmu, werden die ältesten Zeugnisse der Menschheitsgeschichte verwahrt. Was bleibt von uns übrig? Nach Wochen? Nach Jahren? Nach Jahrtausenden? Sind von den Steinzeitmenschen Spuren ihrer Lebens in Form von künstlerischen Artefakten noch vorhanden, könnten es von uns Plastikmüll Giftstoffe sein.

Der Kreislauf des Lebens beginnt aber schon im Kleinen. Aasfresser, Enzyme und Bakterien sorgen direkt nach dem Tod für die Zersetzung von Pflanzen, Tieren und der menschlichen Hülle. Doch es gibt auch Funde, die zeigen, dass vom Menschen etwas übrig bleibt: Beispiele sind die Leichen im Bleikeller des Bremer Domes, Moorleichen oder auch die weltbekannten ägyptischen Mumien. Unter besonderen Bedingungen bleiben Überreste erhalten. Die bekannteste Leiche dürfte wohl der Ötzi sein. So können Rückschlüsse nicht nur auf den Tod, sondern auch auf das Leben unserer Vorfahren gezogen werden.

Fuchs und Geier gehören als Aasfresser zu den Leichenbestattern der Natur.

In der Ausstellung wird sogar das älteste Fossil gezeigt. Es belegt den Stoffwechsel von Mikroben im Urmeer. Es ist ein 3,5 Milliarden alter Stromatolith.

Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Januar 2020 zu sehen.

Text: Ja Peder Löhdorfer

Photos mit freundlicher Genehmigung des Urmu, © repor-tal

Informationen: www.urmu.de

Adresse: Urgeschichtliches Museum Blaubeuren, Kirchplatz 10, 89143 Blaubeuren

Telefon: 07344 / 96 69-90

Öffnungszeiten bis Ende November: dienstags bis sonntags und feiertags 10 – 17 Uhr

Ab Anfang Dezember: dienstags und samstags , sonntags 10 – 17 Uhr

Eintritt: 7 Euro

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