Lebenslanges Lernen lohnt sich für alle

Der Begriff ‚Sozialkapital‘ spielt in der kultur- und bildungspolitischen Diskussion in Deutschland und Österreich noch keine große Rolle, beklagen die Herausgeber. Dabei komme es darauf an, die sozialwissenschaftlichen Konzepte international auf ein neues Niveau zu bringen. Das Konzept des Sozialkapitals sei besonders geeignet, als Grundlage für eine neue Bewertung der Erwachsenenbildung zu dienen.

Der erste Teil des Buches bietet einen Überblick über die Sozialkapitaldebatte und die theoretischen Hintergründe des Konzeptes. Im zweiten teil geht es um Beispiele für konkrete Projekte und die praktische Umsetzung. Der dritte Teil versucht eine ‚methodische Schärfung‘ und stellt einige Aspekte des Konzeptes wiederum kritisch in Frage.

Die Herausgeber: Stefan Vater vertritt den Verband österreichischer Volkshochschulen; Wolfgang Kellner den Ring österreichischer Bildungswerke, Wolfgang Jütte ist Erziehungswissenschaftler an der Universität Bielefeld. Weitere Beiträge stammen unter anderem von Henning Feldmann (Uni Bochum), Joh Field (Univ. Stirling, England), Elisabeth Gildengil (Univ. Montreal, Canada), Monika Gans-Jungbauer (Univ. Kiel.)

Fazit: Wer sich für die Zukunft der Erwachsenenbildung interessiert, findet in diesem Buch viele Anregungen – vor allem, wenn es um fällige kultur- und bildungspolitische Weichenstellungen geht. Allerdings wenden sich die Beiträger weniger an ein breites Publikum, sondern eher an einschlägig vorgebildete Experten.

repor-tal (Text)

Stefan Vater, Wolfgang Kellner, Wolfgang Jütte (Hg.): Erwachsenenbildung und Sozialkapital. Studies in Lifelong Learning, Bd.4, Lit-Verlag, Münster. ISBN 978-3-643-50288-9, 190 Seiten, Paperback, € 19,90

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