Bonks Siebensachen:
Frisches Brot schneiden

Ich mache hier keine Reklame, ich gebe ein Stück Erfahrung weiter. Zum Beispiel backe ich gern mal selbst mein Brot, und sei es mit einer Fertigmischung. Nachdem ich das fertige Brot aus dem Backofen geholt habe, soll es in Schnitten geteilt werden. Mit den gewöhnlichen, handelsüblichen  Brotessern ist das praktisch unmöglich. Erstens sind die Klingen viel zu kurz; man kann keine sägende Bewegung ausführen. Und Brot will gesägt, nicht gequetscht werden. Im frischgebackenen Zustand erst recht.

Lang, breit, scharf und mit Rückgrat

Zweitens sind die Klingen zu dünn, sie biegen sich beim Versuch, durch eine knusprige Kruste zu schneiden, der Länge nach durch, also hat man keine Kontrolle über den Verlauf der Schnittkante.

Drittens sind die Klingen zu schmal: Damit kann man den Schnitt nicht parallel zur Schnittfläche nach unten führen, also werden die Schnitten unregelmäßig dick oder dünn. Mit anderen Worten: Man versägt das schöne Brot.

Gleichmäßige Schnitten bei backfrischem Brot

Das einzige (!) taugliche Brotmesser, das ich auf dem Markt gefunden habe, ist die klassische Brotsäge der Solinger Manufaktur Güde. Über die traditionellen Herstellungsverfahren dieser Firma will ich keine Worte verlieren, schauen Sie bei Interesse auf der Homepage nach. Nur soviel: Hier ist im Jahr 1930 der sogenannte Wellenschliff mit Spitzen erfunden worden, der das Brotschneiden eigentlich erst zum Vergnügen macht.

Das Brotmesser, das den Namen des Erfinders ‚Franz Güde‘ trägt, hat eine 32 Zentimeter lange Klinge und kostet knapp 150 Euro in einer der beiden Standard-Ausführungen mit schwarzem Kunststoffgriff für den berufsmäßigen Einsatz oder mit hübschen Olivenholzschalen für den Hausgebrauch. Gegen Aufpreis gibt es auch andere Griffhölzer. Im Werksladen der Solinger Manufaktur kann man das ganze Programm übrigens etwas günstiger bekommen.

Zum Vergleich: Standard-Brotmesser und Güde-Brotsäge

Schorsch Bonks (Text)

repor-tal (Photos)

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