Konzerte gehen nicht in Pension

Pianisten-Duo Andreas Grau (r.) und Götz Schumacher © Dietmar Scholz
Pianisten-Duo Andreas Grau (r.) und Götz Schumacher © Dietmar Scholz

Die ‚ZeughausKonzerte‘ Neuss gehen 2014 in die 65. Spielzeit – mit vielen, auch jungen Talenten von Weltklasse. Von Ruhestand kann also keine Rede sein: Auch in dieser Saison locken sie mit einem breiten Spektrum – von der Solodarbietung bis zum barocken Oratorium – die Musikfreunde in das lang gestreckte, akustisch exquisite Zeughaus beim Quirinus-Münster in Neuss.

Xavier de Maistre © Felix Broede
Xavier de Maistre © Felix Broede

Die zehnteilige Reihe wird am 5. November 2014 fortgesetzt mit einem Konzert des Weltklasse-Harfenisten Xavier de Maistre, der im Laufe des Abends ein Bouquet aus Originalwerken und Arrangements offeriert. Nach zehn Jahren als Mitglied der Wiener Philharmoniker widmet er sich seit 2010 seiner Solo-Karriere. Sein Repertoire für den Abend reicht von Giovanni B. Pescetti (1704 – 1766) und Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) über Elias Parish Alvars (1808 – 1849), Bedřich Smetana (1824 – 1884) und Francisco Tárrega (1852 – 1909) bis hin zu Enrique Granados (1867 – 1916) und André Caplet (1878 – 1925).

Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann (1810 – 1856), Max Bruch (1838 -1920 und György Kurtág (*1926) stehen im Mittelpunkt des Konzertes am 19. November 2014. Die Klarinettistin Sharon Kam spielt zusammen mit ihrem Bruder Ori Kam (Bratsche) und dem Pianisten Matan Porat.

Passend zur Adventszeit präsentiert Florian Helgarth Georg Friedrich Händels (1685 – 1759) ‚Messias‘ mit dem Chorwerk Ruhr und dem Orchester L’Arte del Mondo. Das Chorwerk Ruhr besteht aus 24 professionellen Sängern. Die Solisten Katja Stuber (Sopran), Carlos Mena (Altus), Martin Mitterrutzner (Tenor) und Peter Mazalán (Bass) singen die Rezitative und Arien.

Chorwerk Ruhr © Pedro Malinowski
Chorwerk Ruhr © Pedro Malinowski

Spanisch wird es am 16. Januar 2015. Dann unternimmt das Cuarteto Casals mit dem Gitarristen Carles Trepat eine Reise durch die spanische Heimat. Sie spielen Stücke von Luigi Boccherini (1743 – 1805), Miguel Garcia (1784 – 1849), Juan Crisóstomo de Arriaga y Balzola (1806 – 1826), Joaquin Turina (1882 – 1942) und Eduard Toldrà (1895 – 1962).

Cuarteto Casals © Molina Visuals
Cuarteto Casals © Molina Visuals
Alexej Gorlatch © Moinka Lawrenz
Alexej Gorlatch © Moinka Lawrenz

Der junge Pianist Alexej Gorlatch holt seine Zuhörer in die Welt Ludwig van Beethovens (1770 – 1827). Der vielfach preisgekrönte Schüler des Hannoveraner Pianistenschmiedes Karl-Heinz Kämmerling gibt ein populäres Konzert unter anderem mit der ‘Grande Pathétique’ und der ‚Mondschein-Sonate‘. Er ist am 2. Februar 2015 zu hören.

Bis in die unmittelbare Gegenwart erstreckt sich die Musik, die das Minguet Quartett für den 3. März 2015 ausgesucht hat. Gemeinsam mit dem Klavierduo Andreas Grau und Götz Schumacher werden die vier Musiker eine Auftragskomposition des 1959 geborenen Stefan Heucke aus der Taufe heben. Dazu stehen Stücke von Johann Sebastian Bach (1685 -1750) und Felix Mendelssohn-Batholdy (1809 – 1847) auf dem Programm.

Minguet Quartett © Ruth Hommelsheim
Minguet Quartett © Ruth Hommelsheim

Im vorletzten Saisonkonzert am 18. März 2015 versetzt das Barockorchester La Folia unter der Leitung des Geigers Robin Peter Müller den einstigen Kirchenraum mit Musik von Georg Philipp Telemann (1681 – 1767), Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi (1778 – 1741) in festliche Schwingungen. Solist ist der Oboist Ramón Ortega Quero, der gleich vier Werke vortragen wird – darunter das Konzert für Oboe und Violine c-moll von Bach, das als (hypothetisches) Urbild des Doppelkonzertes für zwei Klaviere gilt.

Enrico Pace © Marco Borggreve
Enrico Pace © Marco Borggreve

Am 15. April 2015 beendet die Geigerin Liza Ferschtman mit dem Pianisten Enrico Pace die Saison mit Violinsonaten von Ludwig van Beethoven, Sergej Prokofieff (1891 – 1953) und Richard Strauss (1864 – 1949) sowie dem ‚Subito‘ des polnischen Avantgardisten Witold Lutoslawski (1913 – 1994) – eine attraktive Kopplung, die der WDR zum Zwecke späterer Ausstrahlungen mitschneiden wird.

Liza Ferschtman © Marco Borggreve
Liza Ferschtman © Marco Borggreve

Jeweils 45 Minuten vor dem Beginn der Konzerte gibt der Musikwissenschaftler und Journalist Dr. Matthias Corvin im oberen Foyer des Zeughauses eine Einführung.

Text: repor-tal

Photos mit freundlicher Genehmigung von Pro Classics

Informationen: www.zeughauskonzerte-neuss.de

Adresse: Zeughaus Neuss, Markt 42 – 44, 41460 Neuss

Beginn der Konzerte jeweils 20 Uhr, Ausnahme das Konzert am 12. Dezember 2014 (Beginn 19 Uhr)

Eintritt: 22,70 Euro bis 50 Euro

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