Dramen unserer und aller Zeiten

Die bremer shakespeare company hat ihr Herbst-Programm für 2018 vorgestellt. Eröffnet wird sie mit dem ‚Familiendrama‘ Love Love Love von Mike Bartlett. Thema ist die Diskrepanz zwischen der Aufbruchsstimmung der ’68er und der Entwicklung 30 Jahre danach, von träumen, Generationen, Privatem und Politik.

Hamlet: Janina Zamani, Christian Bergmann © Marianne Menke

Premiere der deutschen Erstaufführung ist am 18. Oktober 2018; eine öffentliche Generalprobe ist am 25. September, jeweils im Theater am Leibnizplatz.

Romeo und Julia: Markus Seuß, Theresa Rose, Tim Lee (v.l.n.r.) © Ulrich Leitner

Aus dem originalen Shakespeare-Kanon stehen in dieser Saison Der Kaufmann von Venedig am 31. August, 13. September und 25. Oktober, Hamlet am 20. September und Romeo und Julia am 26. September auf dem Spielplan, jeweils um 19.30 Uhr im Theater am Leibnizplatz.

Wie immer bietet die bsc auch eine Reihe moderner Bühnenstücke:

Du kannst Gott zu mir sagen inszeniert Texte aus dem Alten Testament indem sie situativ auf eine Gruppe von Personen projiziert werden, die sich zufällig auf einem Bahnhof begegnen. (15. September, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz.)

King Charles III: Peter Lüchinger, Markus Seuß, Petra-Janina Schultz (v.l.n.r.) © Marianne Menke

King Charles III von Mike Bartlett setz voraus, dass der Sohn Königin Elisabeths II zum Thronerben wird. Bartlett stellt sich inhaltlich und sprachlich in die Tradition der Königs- und Historiendramen Shakespeares, indem er die privaten Konflikte eines Monarchen mit politischen Ereignissen verknüpft und damit die Legitimität von Monarchie heutzutage in Frage stellt. (16. September, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz.)

Call me, Bob Dylan… please! nimmt die Nobelpreisvergabe 2016 zum Anlass einer Forschungsreise zur Quelle von Bob Dylans Dichtung. Dabei trifft sie immer wieder auf William Shakespeare, der ein Fixstern in Bob Dylans poetischem Referenzuniversum sei. (21. September, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz.)

Das Bildnis des Dorian Gray ist der Klassiker von Oscar Wilde in der Bearbeitung von John von Düffel. Mit dieser Produktion feiern Julia Redder und Rike Schimitschek ihr Regie- und Ausstattungsdebüt. (22. September, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz.)

Das Bildnis des Dorian Gray: Simon Elias © Marianne Menke

Heilig Abend von Daniel Kehlmann, ein Zweipersonenstück in der Inszenierung des Ensemblemitglieds Petra-Janina Schultz zeigt ein Duell gegensätzlicher Ideologien, bei dem der Zuschauer auch Beobachteten wird, weil das Stück zur Parteinahme provoziert. (27. September, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz.)

Heilig Abend: Ulrike Knospe, Markus Seuß © Marianne Menke

Schachnovelle – ist Figurentheater für Erwachsene mit Livemusik nach der Novelle von Stefan Zweig, eine Kooperation der bsc mit der Bühne Cipolla, dem Metropol Ensemble und den Trägern KulturStadtLev und Forum Leverkusen. (27. September, 20.00 Uhr in der Schaulust am Güterbahnhof.)

Die Lesungs-Reihe Aus den Akten auf die Bühne entsteht in Kooperation mit der Uni Bremen. Vom Eis gebissen, im Eis vergraben basiert auf der Geschichte der deutschen Polarforschung am 30. September; um Staatsschutz, Treuepflicht, Berufsverbot geht es am 19. Oktober, jeweils um 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz.)

Gott von Woody Allen ist ein Gasspiel des Bochumer Theaters an der Ruhr (28. September, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz.)

Vor einigen Aufführungen bietet die bsc 30 Minuten vor Beginn eine Einführung an. Bei einigen Stücken ist das Publikum im Anschluss zur Diskussion eingeladen.

Text: bsc / repor-tal

Photos mit freundlicher Genehmigung der bsc

Informationen: www.shakespeare-company.com

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