Das Imperium probiert seine Macht

Im Internet sind wir alle gleich. bei Facebook sind wir Freunde, bei Google suchen und finden wir alles was wir wollen, und bei Amazon sind wir alle Kunden. Wie sollte es auch anders sein; denn die Welt ist ein Dorf, und keiner kann uns was. Von wegen.

Der Fall des Berliner Familienvaters Uwe R. der heute durch die Presse geht, zeigt, wo der Hase hinläuft. Da hat nämlich einer der Großen im Web, diesmal Amazon, kurz seine Muskeln spielen lassen. Uwe R. flog kurzerhand raus. er darf nichts mehr bei Amazon bestellen. Und zwar, weil er angeblich zu oft Sachen wieder zurückgeschickt hat.

Amazon bietet dieses Recht auf Rückgabe ohne besondere Gründe ausdrücklich an. Es ist auch für viele von uns die Voraussetzung, um überhaupt etwas im Internet zu bestellen, das man ja in der Regel auch im voraus bezahlen muss. Schließlich haben auch viele Einzelhandelsketten dieses Rücknahmerecht ihren Kunden eingeräumt.

Uwe R. aus Berlin hat sich mit Unterstützung der Verbraucherzentrale gewehrt und wird vermutlich gegen den Konzern durchsetzen, dass er weiter sein Geld dort ausgeben darf. Doch dieses Manöver ist ja nur der Anfang. Die Konzerne gehen mit ihrer Macht erst einmal sehr zurückhaltend um; denn noch riskieren sie juristische Beschränkungen.

Bonks wEs dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis man anhand der Persönlichkeits-Profile, die Google, Facebook, Amazon & Co gesammelt haben, nicht bloß mit gezielter Werbung berieselt, sondern auch mit ‚Hausverboten‘ und ‚Platzverweisen‘ bestraft werden kann, wenn man sich nicht so verhält, wie es die Konzerne erwarten.

Schorsch Bonks

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