Clemens Sels Museum plant 2018

Freuen sich auf ein spannendes Museums-Jahr: Die Kuratoren Dr. Carl Pause und Martin Langenberg, der stellvertretende Museumsdirektor Dr. Ulf Sölter, Direktorin Dr. Uta Husmeier-Schirlitz, Kuratorin Romina Friedemann und die wissenschaftliche VolontärinInga Lisa Rybinski, Photo: Angela van den Hoogen

Für das Jahr 2018 bietet das Clemens Sels Museum Neuss überregionale Ausstellungen, hochkarätige Veranstaltungen und weiterhin freien Eintritt an jedem ersten Sonntag im Monat.

Himmel hilf! Die Sammlung Ces Hernandez
Die Ausstellung ab dem 25. Februar im Feld-Haus veranschaulicht die Geschichte wie auch die Vielfalt des gedruckten Andachtsbilds. 2016 kam die rund 5.000 Objekte umfassende Sammlung Ces Hernandez als Schenkung an das Clemens Sels Museum Neuss.

Römer zum Anfassen. Mythos und Fakten
Diese Themenausstellung dreht sich ab dem 18. März 2018 um zahlreiche Mythen und Legenden über die römische Antike. Was ist von alledem belegbar? Kulturgeschichtlich Interessierte können sich auf die Trajanssäule im Museum, anschauliche 3D-Drucke oder auch die Begegnung mit einem virtuellen römischen Legionär in voller Rüstung freuen.

Schmetterling (Musterzeichnung), 1905, Aquarell und Deckfarben auf Papier, 36 x 47,8 cm, Dauerleihgabe Rainer Bornefeld, Köln, Clemens Sels Museum Neuss, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018,
Photo: Walter Klein, Düsseldorf

Mystery Room Das Vermächtnis des Constantin Koenen
In Anlehnung an die immer beliebter werdenden ‚Escape Rooms‘ – rätselhaft gestaltete Spiel-Räume – bietet das Clemens Sels Museum Neuss im Grafischen Kabinett einen eigenen Rätsel-Raum zum Thema Römisches Neuss an. Auf den Spuren des Neusser Archäologen Constantin Koenen (1854-1929) gilt es innerhalb von 20 Minuten unterschiedlich schwere Rätsel zu lösen, um schließlich mithilfe des finalen Codes einen geheimnisvollen Koffer zu öffnen. Ab dem 26. April 2018.

Walter Ophey – Kalligraphische Landschaften
Der Maler Walter Ophey (1882-1930), ein Vertreter des Rheinischen Expressionismus, teilte die allgemeine Japanbegeisterung der europäischen Künstler der Jahrhundertwende. Seit dem Jahr 1912 entstanden Landschaftszeichnungen aus farbigen, zum Teil lavierten Kreidelinien. Zu sehen ab dem 28. Juni 2018.

Erklär mir Liebe
In der Kunst fanden und finden Gefühle innerer Verbundenheit und Zuneigung schon immer Ausdruck. Auch die Geschichten unserer Gesellschaft thematisieren im Kern häufig Liebesbeziehungen: die tiefe Liebe zu Gott, die Liebe in partnerschaftlichen Beziehungen, die oft grenzlose Liebe zwischen Eltern und Kindern. Die bildende Kunst entdeckte aber noch zahlreiche andere, bewegende Momente in Liebesbeziehungen für sich: Emotional berührend sind Bilder, die von gescheiterten Liebesbeziehungen berichten. Auch die Rituale um Liebesbeziehungen – etwa Hochzeiten – wurden dokumentiert und in Gemälden festgehalten. Zu sehen ab dem 8. Juli 2018.

Kunstandachten
Das beliebte Veranstaltungsform wird 2018 in Kooperation mit der katholischen Kirche fortgeführt. Termine: 30. August und 29. November 2018, 18.30 Uhr.

Die verpackte Orange
Im September wird im Feld-Haus – Museum für Populäre Druckgrafik eine originelle Ausstellung eröffnet. Zitrusfrüchte haben wieder Saison. Früher sehr verbreitet, heute weniger, sind die sogenannten Orangenpapiere: dünnes Papier mit überraschend variantenreichen Motiven bedruckt. Aus einer der größten Privatsammlungen für solche Papiere wird eine sehenswerte Auswahl präsentiert.

Ihrer Zeit voraus! Heinrich Campendonk – Heinrich Nauen – Johan Thorn Prikker
Das Ausstellungs-Highlight des Jahres wird diese Wechselsausstellung im Herbst/Winter 2018. Sie thematisiert, wie das Rheinland zu einer Keimzelle der internationalen modernen Kunstszene werden konnte. Im Fokus dabei stehen der Krefelder Künstler Heinrich Campendonk (1889-1957) und sein Lehrer, der Niederländer Johan Thorn Prikker (1868-1932) sowie der mit beiden befreundete Heinrich Nauen (1880-1940). Durch eine avantgardistische und kontrovers diskutierte Kunst wurden die drei Künstler international bekannt. Sie entwarfen Textilien, Möbel, Wandbilder, Mosaike und Glasfenster für private und öffentliche Gebäude sowie Kirchen im Rheinland, wobei sie bereits einen zentralen Gedanken des späteren Bauhauses vorweg nahmen.

Text: Ruth Hoffmann / Pro Classics

Photo mit freundlicher Genehmigung von Pro Classics, © Angela van den Hoogen

Informationen: www.clemens-sels-museum-neuss.de

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