Gastspiel oder Heimspiel

Lavarad Skou Larsen © Cicero Rodrigues

Lavard Skou Larsen*, der am 24. November an seine langjährige Wirkungsstätte zurückkehrt, widmet sich neben Werken von Lekeu, Mozart und Chopin einer aktuellen Komposition: dem vierteiligen Zyklus Die Torten von Hukváldy des Italieners Diego Conti (*1980) – einer teils kontemplativen, teils rhythmisch beschwingten Streichermusik.

Heinrich Heine versank bei Frédéric Chopin gerne „in die süßen Abgründe seiner Musik“. Auch das zweite Klavierkonzert begeisterte das Publikum schon bei der Warschauer Premiere 1830 und danach in Paris. Am 24. November wird der Pianist Antonio Di Cristofano** die Zuhörer verzaubern.

Antonio Di Christofano @ Antonio Di Christofano

In der französischen Hauptstadt erhielt 50 Jahre später der Belgier Guillaume Lekeu seine Ausbildung bei César Franck und Vincent d’Indy. Obwohl Lekeu bereits mit 24 Jahren starb, hinterließ er ein qualitätsvolles Schaffen: Schönes Beispiel dafür ist sein lyrisch-schwermütiges Adagio für Orchesterquartett (1891).

Ein Sprung in die Gegenwart führt zum italienischen Geiger und Komponisten Diego Conti, der am Salzburger Mozarteum unter anderem bei Sándor Végh studierte. Seine Streichersuite Le Torte di Hukvaldy (2008) entstand für das Janáček Chamber Orchestra und erinnert an den Geburtsort Hukvaldy des mährischen Komponisten Leoš Janáček.

Mit Mozarts letzter Salzburger Sinfonie KV 338 (1780) wird das Programm festlich-virtuos abgerundet.

Text: Pro Classics / repor-tal

Photos mit freundlicher Genehmigung von Pro Classics

Informationen: www.deutsche-kammerakademie.de

Termin: 24. November 2019, 18 Uhr

Ort: Zeughaus Neuss, Markt 42-44, 41460 Neuss

Karten: www.deutsche-kammerakademie.de

*Lavard Skou Larsen, Gründer der Salzburg Chamber Soloists und Leiter einer Violinklasse am berühmten Salzburger Mozarteum, war von 2005 bis 2017 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter unserer Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein. In dieser Zeit sind viele gemeinsame CD-Projekte entstanden, wie auch der Abschluss der Gesamtaufnahme aller Symphonien Michael Haydns mit den Symphonien 13 und 20 sowie dem Notturno Nr. 1: „… er brachte das Orchester auf ein bislang unerreichtes Niveau, das genaueste Kenntnis über den Notentext und intensive Arbeit an den Stücken erkennen lässt. Entsprechend ist die letzte CD des Michael-Haydn-Projekts (Link einsetzen) zugleich dessen Höhepunkt. Die Darbietung besticht dadurch, dass sie unprätentiös und leichtfüßig erklingt. Skou Larsen gibt nichts in die Musik hinein, sondern holt etwas aus ihr heraus, stellt sich in den Dienst der Töne.“ Oliver Fraenzke in The-New-Listener, 30.9.2018.

**Antonio Di Cristofano beendete sein Klavierstudium 1986 bei Antonio Bacchelli am Konservatorium Luigi Cherubini in Florenz. Als Solist hat er unter anderem mit dem Orchester des Prager Rundfunks, der Tschechischen Philharmonie, dem Symphonieorchester Izmir, dem Wiener Mozartorchester, der Toronto Sinfonia, dem Orchestre Philharmonique de Montreal, dem Symphonieorchester Jerusalem, der Slowakischen Philharmonie, der Sinfonica di Sao Paulo und dem Orchester der Mailänder Scala unter Dirigenten wie Marcus Bosch, Marin Alsop, Leoš Svárovský, Alexander Chernushenko und vielen anderen konzertiert.
In den Jahren 2006/07 debütierte er in der New Yorker Carnegie Hall New York sowie im Wiener Konzerthaus und dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, wo er im Dezember 2019 erneut auftreten wird. Er erhält viele Einladungen als Juror internationaler Klavierwettbewerbe. Dreimal wurde er mit dem Paul Harrys Fellows des Rotary Clubs ausgezeichnet. Er ist Gastprofessor an dem Konservatorium von Xiamen (Volksrepublik China) und bei der Wiener Sommerakademie Orpheus. 2018 erhielt er von der toskanischen Stadt Grosseto den Grifone d’Oro.

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