Krüge, Karpfen und Komfort

Eine Brauhaus-Stube auf dem Land - urig und gemütlich
Eine Brauhaus-Stube auf dem Land – urig und gemütlich

Essen Sie Karpfen? Nicht unbedingt jeder Fischliebhaber mag auch Karpfen. Er gilt oft als das Schwein unter den Fischen, weil er alles im trüben Teich als Nahrung nimmt. Entscheidend für den Geschmack ist deshalb die Fütterung, und dann natürlich die Zubereitung. Also heißt es nur noch das richtige Restaurant finden. – Wir haben es für Sie entdeckt!

Oberfranken ist bekannt für seine zahllosen kleinen Hausbrauereien und für die verbreitete Teichwirtschaft. Zwanzig Minuten südlich von Bamberg liegt der Aischgrund mit seinen vielen Fischteichen. In der beschaulichen Ortschaft Willersdorf findet man den Landgasthof Rittmayer, der sowohl Hausbrauerei als auch Fisch-Spezialitäten bietet.

Rustikale Gaststuben laden zum gemütlichen Schmaus, ob nun in der sogenannten ‚alten Stube‘ mit Kachelofen, im ehemaligen Brauhaus oder im großen aber nicht minder anheimelnden Gastraum. Überall hängen Urkunden, Embleme und andere Zeugnisse der Familie Rittmayer, die ihre Familientradition samt Brauerei bis auf das Jahr 1422 zurückführt.

Spezialität des Hauses: Leberknödelsuppe
Spezialität des Hauses: Leberknödelsuppe

Das süffige Rittmayer-Bier wird nach wie vor gebraut, wenn auch heute in einer modernen Brauerei außerhalb von Willersdorf. Zu den Spezialitäten der Rittmayerschen Küche gehört Waller (Wels) in verschiedenen Zubereitungen, vor allem aber Karpfen in vielerlei Variationen. Natürlich züchten Rittmayers ihre Waller und Karpfen selbst. Der Spezialist ist Vater Erwin Rittmayer. Er weiß genau, was und wie viel er die Karpfen zufüttert, und vor allem achtet er auf das ökologische Gleichgewicht. Auf dem Speiseplan steht der Karpfen ausschließlich in den Monaten mit ‚R‘.

Das Landgasthaus wird inzwischen vom Sohn Georg und seiner Frau geführt.

Zum Probieren: Dreierlei vom Karpfen
Zum Probieren: Dreierlei vom Karpfen

Um alle Variationen der Hauspezialität zu probieren, bestellen wir ‚Dreierlei vom Karpfenfilet‘, das ist gebacken, heißgeräuchert und natur, mit einem Salatteller (10,90 Euro), und um auch eine andere fränkische Spezialität zu kosten, einmal ‚Rifferla‘ (Rippchen) vom ‚fränkischen Schwein‘ mit Sauerkraut und Kloß. Und auch in Bayerns nördlichstem Landesteil kommen wir nicht an der Leberknödelsuppe (2,80 Euro) vorbei. Das ist auch gut so, denn es handelt sich um die beste Leberknödelsuppe, die uns jemals vorgesetzt wurde. Der Karpfen ist in allen drei Variationen köstlich und die ‚Rifferla‘ schlagen jedes ‚Spareribs‘-Angebot.
Zu den deftigen Speisen passt hervorragend das süffige Rittmayer-Bier ganz nach Geschmack als helles Hausbräu im steinzeugernen Humpen, fränkisches Rauchbier (für Nicht-Franken gewöhnungsbedürftig) oder ein Weißbier.

Rifferla - denn es gibt nicht nur Karpfen
Rifferla – denn es gibt nicht nur Karpfen

Da kommt echtes Bedauern auf, wenn man sich nur auf der Durchreise befindet. Zu gerne hätten wir auch noch den gebackenen Karpfen probiert. Nicht nur, dass er auf dem Teller sich als kleines Kunstwerk präsentiert, scheint er sich auch bei den Gästen großer Beliebtheit zu erfreuen.

Fazit: Der Landgasthof Rittmayer lohnt einen Abstecher oder sogar Umweg. Außerdem ist ein hübsches kleines Hotel angeschlossen, gebaut in der ehemaligen Scheune mit gemütlichen modernen Zimmern. Ebenso wie die Speisen sind die Preise auch hier sehr moderat (Doppelzimmer 66 Euro inklusive Frühstück).

Tipp: Unbedingt reservieren! Der Landgasthof Rittmayer ist auch in der Woche oft ausgebucht. Er ist sehr beliebt bei den Einheimischen.

Text: Ruth Hoffmann

Photos © repor-tal

Informationen: www.rittmayer.com

Adresse: Landgasthof Georg Rittmayer , Willersdorf 108, 91352 Hallerndorf

Telefon: 09195 / 94 73-0

Öffnungszeiten: montags und dienstags 17 bis 24 Uhr (warme Küche 17 bis 21 Uhr), mittwochs bis sonntags 11 bis 24 Uhr (warme Küche 11.30 bis 14 und 17 bis 21 Uhr) Uhr

Anmerkung: ‘fifty2go’ erhebt nicht den Anspruch, objektiver Restaurant-Tester zu sein. Wir berichten, wie uns ein Restaurant gefallen hat. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, und auch die Tagesform des Personals kann variieren. Ob es Ihnen schmeckt, müssen Sie also selbst herausfinden!

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