Alte Musik
im Hier und Jetzt

'La Cetra' in kleiner Besetzung
‚La Cetra‘ in kleiner Besetzung

Während das materielle Venedig allmählich unter den Wellenschlägen riesiger Kreuzfahrtschiffe zerbröckelt, kann es jederzeit musikalisch wieder auferstehen – wenn ein fähiges Ensemble die „Manierismen des ewig untergehenden Venedig“ – so der Neusser Kulturreferent Dr. Rainer Wiertz – wieder zum Tönen bringt. Eins dieser Ensembles ist das Barockorchester Basel ‘La Cetra’, diesmal Gast bei den Internationalen ZeughausKonzerten in Neuss.

Andrea Marcon
Andrea Marcon

Unter der Leitung von Andrea Marcon spielt ‘La Cetra’ Capricci und Stravaganzen des Frühbarock. Auf dem Programm stehen Werke von Marco Uccellini, Biagio Marini, Tarquinio Merula, Carlo Farina, Giovanni de Macque, Dario Castello und Girolamo Frescobaldi.

Im Neusser Zeughaus wird sich dann die authentische Atmosphäre der ‘Serenissima Repubblica di San Marco’ – der allerdurchlauchtigsten Republik des Heiligen Markus- entfalten.

In der barocken Metropole, wo erstmals Opernhäuser auch dem Volk zugänglich waren, wo überragende Komponisten wie Claudio Monteverdi und später Antonio Vivaldi Musikgeschichte machten, entstand auch eine brillante, phantasievolle Instrumentalmusik.

Andrea Marcon und sein Basler Barockorchester ‚La Cetra‘ lassen diese Epoche einer sich im eigenen Glanz auflösenden Handelsmetropole wieder erklingen mit Werken von Marco Uccellini, Biagio Marini, Tarquinio Merula und natürlich Giovanni Gabrieli: Luxus und Intimität, vertrauliche Mitteilungen und ausladende Gebärden in klanglichen Facetten.

Die Besetzung von ‚La Cetra‘ unterstreicht diese Pracht mit Streichern, Theorbe, Zink, Percussion und natürlich Andrea Marcon am Cembalo.

Andrea Marcon
Andrea Marcon

Das 1999 gegründete Ensemble ‚La Cetra‘ hat sich rasch in die führenden Orchester für Alte Musik gespielt. Pate standen bei der Namensfindung die Konzerte op. 9, die Antonio Vivaldi 1727 in Amsterdam unter demselben Titel herausbrachte: ‚La Cetra‘ ist die Leier (oder Zither), auf der einst Orpheus und Apollo musizierten.

Die hochspezialisierten Musiker haben vornehmlich die Schola Cantorum Basiliensis absolviert, die schweizerischen ‘Kaderschmiede’ für Alte Musik. Ausdrückliches Credo des Ensembles ist, dass die wissenschaftliche Hintergrundarbeit, die intensive Auseinandersetzung mit historischen Instrumenten, Aufführungspraktiken und Umfeld der jeweiligen Werke immer nur dazu dienen dürfen, die ‘Alte Musik’ aus ihrem ‘Gestern’ herauszulösen und den Menschen von heute in lebendigen, packenden, aktuellen Interpretationen als ein ‘Jetzt’ erfahrbar zu machen.

Text: repor-tal

Photos mit freundlicher Genehmigung von Pro Classics, © Marco Borggreve

Informationen und Karten: www.zeughauskonzerte.de

Adresse: Zeughaus, Markt 42-44, 41460 Neuss

Termin: 1. März 2016

Beginn: 20 Uhr, Einführung: 19.15 Uhr

Karten: 26,70 Euro, 34,10 Euro, 42,00 Euro

Ticket-Hotline: 02131 / 526-99 999

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sind Sie ein Mensch? *