Dunkle Tage – finstere Typen

Tag des EinbruchschutzesJedes Jahr, wenn die Uhren zurückgestellt werden, warnt die Polizei besonders vor Einbrechern. Diesmal ist der 25. Oktober der Tag, an dem die Uhren wieder auf Mitteleuropäische Zeit gestellt werden, und damit für die Polizei auch der ‘Tag des Einbruchschutzes’. Seit 2006 steigen die Zahlen der Einbrüche kontinuierlich. Erfreulich aber, dass immerhin jeder dritte Einbruchsversuch misslingt – mit steigender Tendenz.

Absolut sind die Einbruchszahlen 2014 gestiegen von 149.500 Fällen (2013) auf 152.123, einschließlich der Einbruchsversuche. Das sind 1,8 Prozent mehr. Die Einbrecher haben dabei Sachen im Wert von 422,3 Millionen Euro gestohlen; der Sachschaden kommt dazu.

Fast 16 Prozent der Einbrüche werden aufgeklärt.
Fast 16 Prozent der Einbrüche werden aufgeklärt.

Die Aufklärungsquote lag bei 15,9 Prozent. Das ist wenig, doch die Chancen sind auch gering. Deshalb setzt die Polizei auf Vorbeugung, und das mit Erfolg: Die Quote der gescheiterten Einbrüche steigt (2014: 41,4 Prozent, 2013: 40,2 Prozent). Dazu gehört auch die umfassende Aufklärung über mögliche Sicherungsmaßnahmen.

Beim Wohnungseinbruch spielt nicht nur der finanzielle Verlust eine Rolle. Die Opfer sind oft auch psychisch stark belastet. Schließlich ist eine fremde Person in ihre Privatsphäre eingedrungen und hat unter Umständen buchstäblich in der ‘schmutzigen Wäsche gewühlt’.

Die Verbesserung des technischen Einbruchschutzes ist besonders wichtig, um möglichst viele Täter scheitern zu lassen. Mehr als 41 Prozent der Einbrüche scheitern nicht zuletzt an Sicherungseinrichtungen und einer aufmerksamen Nachbarschaft. Jeder nicht vollendete Wohnungseinbruch reduziert sowohl die psychische Belastung der Betroffenen als auch den Verlust persönlicher Gegenstände und Vermögenswerte.

Die Täter kommen oft am Tag.
Die Täter kommen oft am Tag.

Eingebrochen wird meist über leicht erreichbare Fenster und Fenstertüren in Einfamilienhäusern. Bei Mehrfamilienhäusern kommen die Diebe auch durch die Wohnungstüren.
Und obwohl es immer noch in den Köpfen steckt, dass Einbrecher im Dunkeln kommen, passieren Einbrüche häufig zur Tageszeit, zum Beispiel während einer kurzen Abwesenheit des Bewohners, etwa zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit oder am frühen Abend und an den Wochenenden. Mindestens ein Drittel der Einbrüche geschieht am Tag, vermutlich noch mehr; denn bei Wohnungseinbrüchen – etwa auf Grund einer längeren Abwesenheit – ist die genaue Tatzeit meist nicht feststellbar.
Tageswohnungseinbrüche sind typisch für Großstädte. Einbrecherbanden suchen oft ganze Wohnviertel heim und räumen dabei schnell Häuser und Wohnungen aus.

So sollte man nicht nur am 25. Oktober 2015 ein wachsames Auge auf sein Eigentum und gegebenenfalls auf das seiner Nachbarn haben.

Text: repor-tal
Quelle Photos: polizei-beratung.de

Informationen: www.k-einbruch.de, www.polizei-beratung.de

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