Der Unterschied zwischen
drinnen und draußen

Bekanntlich meint die Europäische Kommission es gut mit uns und möchte uns vor allem schützen und bewahren, was ungesund ist. Deshalb hat sie sich auf die blauen Fahnen geschrieben, uns das Rauchen – wenn schon nicht abzugewöhnen, so doch zumindest zu vermiesen.

Bei dieser Kampagne gehen die Ordnungshüter jetzt nicht nur gegen Raucher in Kneipen und Sälen vor, sondern auch im Freien – jedenfalls, wenn es nicht ganz frei ist.

Viele Gastwirte bieten nämlich mit Rücksicht auf Raucher unter ihren Gästen – und nicht zuletzt auch auf ihre Umsätze – im Freien vor oder hinter ihren Gasträumen eine Terrasse zum Qualmen an. Und weil es bei uns gern mal regnet oder auch empfindlich kalt ist, haben sie diese mit einem Dach, seitlichen Windabweisern oder Zeltplanen vor den Unbilden der Witterung geschützt.

Das jedoch stört wiederum manche militanten Nichtraucher, die sich darüber bei der Ordnungsbehörde beschweren. Die wiederum muss nun einschreiten; denn was ein Dach und Wände hat, kann als Innenraum gelten, und damit gilt das Rauchverbot.

„Die Wirte sind selber schuld“, sagt der Chef einer städtischen Ordnungsbehörde. „Denn wenn wir bei einem was beanstanden, zieht er gleich über die Konkurrenz her, und dann müssen wir alle gleich behandeln.“

Was die Wirte wiederum gegen die Behörde aufbringt; haben sie doch oft große Summen investiert, um die Raucherecke eingermaßen allwettertauglich zu machen.

Bonks nFazit: Es gibt für fast alles eine EU-Richtlinie, bekanntlich bis hin zur Krummheit von Gurken. Was fehlt, ist eine klare Norm, die den Unterschied zwischen drinnen und draußen regelt. Jetzt ist Brüssel gefordert!

Schorsch Bonks

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