Magische Bilder aus Tausend und einer Nacht

© Michel Calvaca

Der Choreograph Hervé Koubi und seine Compagnie verzaubern am 22. November das Publikum der Stadthalle Neuss mit ihrer kraftvollen Interpretation des Tanzes: Les Nuits barbares ou les premiers Matins du Monde, eine Deutschlandpremiere!

Die barbarischen Nächte – oder der erste Morgen der Welt: Damit knüpft der Choreograph mit den Wurzeln in Nordafrika an seine magische Arbeit Ce que le jour doit à la nuit an, die vor zwei Jahren bei den Internationalen Tanzwochen gefeiert wurde.

Dabei versenkt sich Hervé Koubi in die mehr als 3000-jährige Geschichte des Mittelmeerraumes, in den ewigen Wechsel von gleißendem Sonnenlicht und strahlenden Sternbildern.

© Didier Philispart

Die Mischung unzähliger Kulturen und Religionen, die Blütezeiten und die Kämpfe beschwört Hervé Koubi mit einfachen Mitteln herauf: mit Messern, Stäben und vor allem mit den Helmen, die mit unzähligen glitzernden Steinchen besetzt sind. Die rätselhaften Rituale, die virtuosen Passagen der athletischen Männer fangen einen faszinierenden Zauber ein, ohne den der Norden Afrikas nicht zu denken wäre: Ein Requiem eben „des urbanen Lebens und der Wildheit, eine Hymne an das Licht, den Barbaren; dem freien Menschen gewidmet“, wie der Choregraph sagt.

Der promovierte Pharmazeut Hervé Koubi entschied sich für eine Laufbahn als Tänzer und Choreograph und für ein Studium in AixMarseilles. Anschließend studierte er am Centre International de Danse de Rosella Hightower in Cannes sowie an der Oper von Marseille. Koubi hat mit Jean Charles Gil, Jean Christophe Paré, Emilio Calcagno und Barbara Sarreau zusammengearbeitet. 1999 trat er dem Centre Choreographique National de Nantes für die Mitwirkung an Hotel Central bei, geleitet von Claude Brumachon und Benjamin Lamarche. Danach arbeitete er mit Karine Saporta vom Centre Choreographique National de Caen an der Kreation The GarageSitting on the Mystical Rock (2001) und mit Thierry Smits’ Company Thor in Brüssel an den Werken Reliefs d‘un Banquet (2003) und D’Orient (2008).

Seit 2010 arbeitet er mit zwölf Tänzern aus Algerien und Burkina Faso zusammen. Es entstanden El Din (2010/2011) und Ce Que Le Jour Doit à La Nuit (Die Schuld des Tages an die Nacht/2013) und aktuell Les Nuits barbares ou les premiers Matins du Monde.

Zusätzlich zu seinen Arbeiten wird er regelmäßig zu verschiedenen professionellen Tanzschulen national und international eingeladen, z.B. 2012 von Paola Cantalupo, der Direktorin der Advanced School of Dance in Cannes.

Text: Pro Classics

Photos mit freundlicher Genehmigung von Pro Classics

Informationen: www.tanzwochen.de

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