Auf Nummer sicher

Erinnern Sie sich noch an den Dialog in ‚Asterix bei den Briten‘?: „Ist hier Nummer LVII? – Nein, hier ist Nummer LVIII, aber eine I ist gefallen herunter.“ Da hatten sich Asterix und Obelix in der Tür geirrt. Sowas kann bei uns nicht passieren; denn für Hausnummern gelten strenge Vorschriften.

Die sind allerdings von Bundesland zu Bundesland und von Kommune zu Kommune unterschiedlich. In Berlin zum Beispiel sind inzwischen beleuchtete Hausnummern vorgeschrieben, und viele Kommunen sind dabei, dem zu folgen. Gut erkennbare Hausnummern können lebenswichtig sein, nämlich wenn Rettungskräfte im Notfall-Einsatz nach einer Adresse suchen. Das leuchtet wohl jedem ein.

Allerdings gibt es auch Beispiele, dass die Vorschriftswut der Behörden sich so richtig ausgetobt hat. Die Website zuhause.de nennt Unterschleißheim bei München, wo Hausnummern nur in Form kobaltblauer Metallschilder der Größe 20 mal 25 cm mit weißer Schrift zulässig seien. In manchen Kommunen sind Buchstabenzusätze nur in Groß- anderswo nur in Kleinbuchstaben erlaubt.

Bonks nDoch wer jemals -ob in der Stadt oder auf dem Dorf – dringend auf der Suche nach einer bestimmten Adresse war, der weiß, dass diese Vorschriften eher theoretischer Natur sind. Meistens muss man Hausnummern ziemlich mühsam suchen, und lange nicht neben jeder Tür kann man sie entdecken.

Übrigens: Römische Zahlen wie bei Asterix sind, soweit meine Recherchen, jedenfalls nicht ausdrücklich verboten. Gesehen habe ich sie allerdings auch noch nirgends. Vielleicht sind sie ja inzwischen alle „gefallen herunter“.

Schorsch Bonks

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