Zwei Flügel sind zum Abheben

Auf zwei Flügeln großen Klangs präsentieren am Dienstag, den 30. Oktober, um 20.00 Uhr die Pianisten Andreas Grau und Götz Schumacher im Zeughaus Neuss Werke von Richard Wagner/Max Reger, Claude Debussy/Maurice Ravel und Johannes Brahms. 

GrauSchumacher Piano Duo, © Johannes Grau

Die beiden Musiker haben im Lauf ihrer jahrzehntelangen Zusammenarbeit zu eine künstlerische Symbiose entwickelt, verzichten mittlerweile auf jeden Gedanken- und Bindestrich und feiern als GrauSchumacher Piano Duo ihre nationalen und internationalen Erfolge.

Für ihr kommendes ZeughausKonzert haben sie ein Programm zusammengestellt, das die Grenzen der zweimal 88 Tasten sprengt: Zwei der drei Werke des Abends sind kongeniale Einrichtungen für zwei Klaviere, und das Schluss-Stück, die Duosonate f-moll op. 34a von Johannes Brahms in ihrer Fassung als Klavierquintett op. 34 – zeigt ihren Verfasser im Ringen mit dem Titanen Beethoven, dessen Existenz die symphonischen Bemühungen seines jungen Verehrers lange verhindert hat. 

Den Auftakt des Abends bildet die orchestrale Rahmenhandlung der Oper Tristan und Isolde von Richard Wagner: Vorspiel und ‘Isoldes Liebestod’, die konzertante Kompression des Dramas, die Max Reger für zwei Klaviere bearbeitet hat. Darauf folgen drei Juwelen des französischen ‘Impressionismus’ – die Trois Nocturnes von Claude Debussy, dessen unverwechselbare Palette unter den Händen des ‘Arrangeurs’ Maurice Ravel nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat und den beiden Interpreten Gelegenheiten gibt, ihr virtuoses und sensibles Musizieren im Zeughaus Ereignis werden zu lassen.

Diese Fähigkeiten haben auch zeitgenössische Komponisten inspiriert, für das GrauSchumacher Piano Duo neue Konzerte zu schreiben: Peter Eötvös, Philippe Manoury, Jan MüllerWieland und Luca Francesconi. Und diese Kunst hat die internationale Kritik bei mehr als zwanzig Tonträgerproduktionen immer wieder zu Höchstnoten greifen lassen: So wurde Karlheinz Stockhausens Mantra von Le monde de la musique und Diapason ausgezeichnet; The Gramophone kürte die CD Visions de l’Amen mit Werken von Messiaen und Schütz/Kurtág zur ‘Editor’s Choice’; und auch die Orchesterwerke von Luciano Berio und Igor Strawinsky konnte sich über Mangel an begeisterter Aufmerksamkeit nicht beklagen. 

2017 wurde die dreiteilige Serie der Concerti abgeschlossen, für die Andreas Grau und Götz Schumacher mit dem Deutschen SymphonieOrchester Berlin Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Béla Bartók, Franz Liszt, Johann Sebastian Bach, Igor Strawinsky, Francis Poulenc, Colin McPhee und John Adams aufgenommen haben – drei originelle Mischungen, die sich über scheinbare Grenzen hinwegsetzen, weil die Ausführenden in der Lage sind, neue Zusammenhänge zu finden und dem Publikum plausibel zu machen. 

Text: Pro Classics / repor-tal

Photos mit freundlicher Genehmigung von Pro Classics © Johannes Grau

Weitere Informationen und Tickets: www.deutsche-kammerakademie.de

Termin: 30. Oktober 2018, 20 Uhr, Einführung 19.15 Uhr mit Dr. Matthias Corvin

Veranstaltungsort: Zeughaus Neuss, Markt 42-44, 41460 Neuss

Karten-Hotline: 02131 / 52 69 99 99

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