Behaltet
die Karten!

Alle Jahre wieder finde ich in meiner Briefpost bunte Blanko-Weihnachtskarten mit Begleitschreiben, die mich auffordern, sie zu bezahlen und damit zugleich zu spenden.

Ich halte das für keine gute Idee – und vermutlich viele andere mit mir. Auf mich macht diese Masche einen schlechten Eindruck. Denn die Karten müssen erst gedruckt, dann eingetütet und schließlich mit der Post verschickt werden, was insgesamt sicher eine ganz schöne Stange Geld kostet.

Wie hoch mag wohl der Anteil derjenigen sein, die bereit sind, die Karten zu bezahlen und es auch noch tun? Vielleicht zehn Prozent? Damit sich die Sache überhaupt lohnt, müssen die Karten also auch noch überteuert verkauft werden; denn die meisten Empfänger werden sie zweifelsohne gar nicht bezahlen wollen.

Offenbar versuchen die Organisationen, die dahinter stecken, sozusagen mit der Wurst nach der Speckseite zu werfen. In gewissen Kreisen mag das funktionieren, etwa, wenn der Rotary-Club ein Spanferkel versteigert, um den Erlös einem örtlichen Kinderhospiz zu stiften.

Aber den Organisationen, die auf breiter Front Weihnachtskarten – und neuerdings auch Adventskalender – unters Volk streuen, möchte ich empfehlen: Spart euch Druck- und Portokosten. Nehmt das Geld lieber für die Menschen, denen ihr helfen wollt und sollt.

Schorsch Bonks

PS: Diese Kritik richtet sich nur gegen die unverlangten Sendungen. Es gibt auch Menschen, die wirklich Karten nur für einen guten Zweck herstellen. Zum Beispiel hier.

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