Streicherspiel und Serenaden

Kammerakademie Neuss © Jochen Rolfes

Als ‚Artist in Residence‘ übernimmt Isabelle van Keulen ihre Aufgabe als künstlerische Führung der Deutschen Kammerakademie Neuss. Für ihre Matinee am 18. Februar hat sie vier Meisterstücke der Klassik, Romantik und der klassischen Moderne ausgewählt. Unter dem Motto Streicherspiel und Serenaden kommen im Zeughaus Neuss Werke von Mozart, Mendelssohn, Dvorak und Lutoslawski zur Aufführung.

Die Musiker eröffnen die Matinee mit der Musique funèbre des polnischen Komponisten und Dirigenten Witold Lutoslawski (1913 – 1994). Darauf folgt das d-Moll-Violinkonzert von Felix Mendelssohn (1809 – 1849). Der gerade 13-Jährige hat darin der virtuosen Violintechnik seiner Zeit den Tribut gezollt. 

Mit Wolfgang Amadeus Mozarts (1756 – 1791) Adagio und Fuge KV 546 entwickeln die Musiker die dunkel gefärbten Timbres, bevor sie in leuchtender Schönheit Antonin Dvoráks (1841 – 1904) Streicherserenade E-Dur im Zeughaus entfalten. Ehrlich und ein wenig neidvoll reagierte Johannes Brahms auf das Stück seines Kollegen: „Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere seine Hauptthemen zusammenklauben.“

Isabelle van Keulen
Photo: Marco Borggreve

Als künstlerische Leiterin wirkte Isabelle van Keulen bereits zwischen 2009 und 2012 beim Norwegian Chamber Orchestra und beim Delft Chamber Music Festival, das sie durch ihr Engagement und ihr musikalisches know-how von 1997 bis 2006 maßgeblich prägte. Die vielseitige Künstlerin unterrichtet als Professorin für Violine, Viola und Kammermusik an der Hochschule für Musik in Luzern.

Von ihrer niederländischen Heimat aus konzertiert sie in aller Welt und gehört dank ihrer charismatischen Ausstrahlung und musikalischen Vielseitigkeit zu den gefragtesten Musikerinnen unserer Zeit. Konzerte mit den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, den Rundfunkorchestern des BR und des NDR, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem London Philharmonic Orchestra und dem Helsinki Philharmonic Orchestra sind einige der Höhepunkte einer ohnehin glanzvollen Karriere.
Als der Cellist und Dirigent Johannes Goritzki vor knapp vierzig Jahren die Deutsche Kammerakademie gründete, stand am Anfang eine Vision: das Streichquartett als Streichorchester. Junge Talente sollten in diesem Ensemble ein Podium erhalten, um ihre Fertigkeiten zu üben und zu perfektionieren. Gefördert durch die Stadt Neuss und zahlreiche Sponsoren haben die Stipendiaten des Orchesters an vielen innovativen Programmen, experimentellen Werkkombinationen und zumeist Aufsehen erregenden CD-Einspielungen mitgewirkt und dazu beigetragen, dass die Deutsche Kammerakademie Neuss nach dem Urteil eines Fachmagazins „eines der führenden Kammerorchester Deutschlands“ wurde.

Text: repor-tal / Pro Classics

Photos mit freundlicher Genehmigung von Pro Classics

Informationen: www.deutsche-kammerakademie.de

Termin: 18. Februar 2018, 11 Uhr (Einführung 10.15 Uhr)

Ort: Zeughaus Neuss, Markt 42-44

Karten-Hotline: 02131 / 52 69 99 99

Eintritt: ab 22,60 Euro

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