Die Entwicklung der Entenheit entdecken

Goethe in Italien gehört zu den Klassikern.

‚Wo liegt Entenhausen?‘ Diese Frage beschäftigt die Donaldisten und Duckologen seit Jahren. Die Wander-Ausstellung ‚Duckomenta‘ ist seit Mitte der 1980er Jahre in Europa unterwegs und belegt, dass Donald Duck und seine Verwandten nicht nur in allen Epochen der Geschichte und auf allen Kontinenten der Erde, sondern auch in den Weiten des Weltalls zuhause sind. Zur Zeit sind die Exponate an drei Orten in Deutschland zu sehen: In der Stadtgalerie Neuwied am Rhein, im Kloster Bad Schussenried und im Vogtland-Museum in Plauen.

Nach den Erkenntnissen der Duckologen sind die Anatiden sind eine Spezies menschenähnlicher Enten, die parallel zur Menschheit den Weg von der Steinzeit durch alle Hochkulturen der Antike, des Mittelalters, bis in die Moderne gegangen sind.

Archäologische Funde, Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen zeugen von der rätselhaften Zivilisation der Anatiden. Jedes der rund 180 Exponate ist ein überraschendes Wiedersehen mit mehr oder weniger bekannten Kunst- und Kulturobjekten von Weltrang aus den letzten drei Jahrtausenden. Sie werden in der Ausstellung augenzwinkernd, aber künstlerisch hoch anspruchsvoll neu interpretiert. Von der Steinzeit bis heute haben die Enten in allen Epochen ihre Spuren hinterlassen: Die Exponate reichen von der Urgeschichte über die Antike, Mittelalter und Renaissance, Barock und Rokoko, Klassizismus bis hin zur Moderne, auch die Kunst anderer Kulturen wie etwa Ostasiens und bieten spannende Einblicke in den rätselhaften Entenkosmos.
In amüsanter Weise haben sich die typischen Entenschnäbel in berühmte Kunstwerke der Kulturgeschichte geschlichen, so dass ein ganzes Entenuniversum parallel zur Menschheitsgeschichte entstanden ist.

Enten aller Länder, vereinigt euch!

Dazu gehören zentrale Bildikonen der Kunst- und Kulturgeschichte: Leonardos Mona Lisa, Rembrandts Mann mit dem Goldhelm und Goethe in der Campagna von Tischbein bis hin zu Che Duckevara, auch auf T-Shirts zu erwerben. 

Hinter der amüsanten Umdeutung der Weltgeschichte steht die Berliner Künstlergruppe interDuck. Sie widmet sich seit 1986 in immer neuen Facetten dem Enten-Universum. Neben dem Gründer, Prof. Dr. Eckhart Bauer, emeritierter Professor der Kunstsoziologie, gehören Ommo Wille, Prof. Volker Schönwart, Rüdiger Stanko und Anke Doepner der Gruppe an. Die interDuck-Künstler malen seit vielen Jahren für die Duckomenta, und zwar mit unglaublicher Liebe zum Detail und auf höchstem Niveau. Inzwischen umfasst der Enten-Kosmos knapp 500 Exponate. Um die Meisterwerke der Kunstgeschichte ins Entische zu übersetzen, muss man sich intensiv mit den Originalen, ihrer Entstehungsgeschichte und den Menschen befassen, die in der Zeit lebten, als sie geschaffen wurden.

Gekrönte Enten auf Meißner Art

Die Idee für das Entenuniversum entstand 1982, in einem Seminar der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig: In diesem Jahr traf Prof. Dr. Eckhart Bauer die ersten aus der Gruppe, damals Studenten der Hochschule, um spielerisch mit Mitteln der Kunst etwas ganz Besonderes zu erkunden. Alle waren überrascht vom Ausmaß der Ver-Entung der Welt, von der kulturellen Besitznahme durch Enten in Alltag und Kunst.
Seit 1986 ist die Wanderausstellung DUCKOMENTA in vielen Kunstmuseen in ganz Europa zu Gast gewesen und hat inzwischen mehr als zwei Millionen Besuchern die Welt der Enten nahegebracht.

Port Dux! Ein Veteranenhumpen

Die Duckomenta ist ein Riesenspaß für die gesamte Familie. Für Besucher mit Interesse an Kunstgeschichte ebenso wie für Comic-Fans ist sie eine witzige und lehrreiche Entdeckungsreise sozusagen zum Schnabel der Welt.

Text: repor-tal

Photos mit freundlicher Genehmigung des Stadtmuseums Oldenburg und der Duckomenta

Aktuelle Ausstellungen:
Neuwied, Stadtgalerie 15. 8. 2019 – 16. 2. 2020
Bad Schussenried, Kloster 28. 9. 19 – 1. 6. 2020
Plauen, Vogtlandmuseum 27.11.2019 -26.4.2020

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