Ein Trainer nur
für mich allein (2)

Personal Training* – kurz PT – macht auch in Deutschland immer mehr von sich reden. In der ersten Folge hat die Expertin Taina Nacke-Langenstein erklärt, was PT bedeutet und wo es herkommt. Folge 2 dreht sich um die Frage, für wen sich diese Trainingsform besonders eignet.

fifty2go: Gibt eine bestimmte Klientel für das Personal Training?

Taina: Jeder Personal Trainer wird nach seiner Ausbildung und dem Umfeld, in dem er sich bewegt, seine Zielgruppe definieren. Es gibt Trainer, die überwiegend Manager zu ihrer Klientel zählen. Bei mir zielen darauf die Angebote für Business Fitness und Inner Balance ab. Und für Frauen habe ich ein spezielles Programm ‚Solutions for Women’ entwickelt.

fifty2go: Wonach sollte ich mit denn meinen ganz persönlichen Trainer auswählen?

Taina: Die Klienten müssen sich bei ihrem Trainer wohlfühlen. Die Chemie muss stimmen, und genauso das Vertrauensverhältnis. Der PT muss sich darüber im Klaren sein, dass er Verantwortung für die Gesundheit eines Menschen übernimmt. Im Klartext: Verantwortung für dessen Unversehrtheit und Leben. Ebenso sollte der Klient wissen, dass er sich und seine Gesundheit jemandem anvertraut, der qualifiziert und erfahren sein sollte. Ideal ist ein abgeschlossenes Sport-Studium, kombiniert mit einem Sportmedizinstudium. Ausreichend Erfahrung im Gruppenfitness-Bereich sind ebenso vorteilhaft wie Methodenvielfalt, lange Erfahrung als PT und natürlich eine Ausbildung zum PT zum Beispiel bei Jennifer Wade. ‚Anlesen’ von Informationen reicht nicht aus.
Ein konkretes Beispiel von mir selbst: Weil ich selbst Mutter bin, kann ich kompetenter mit Schwangeren und jungen Müttern arbeiten, da ich deren Wünsche und Nöte verstehe.

fifty2go: Lernt der PT ein spezielles Programm und bleibt dabei?

Taina: Es ist ein stetiges Weiterentwickeln. Meine Magisterarbeit 2002 ging schon um Seniorensport. Durch meine Arbeit mit vielen Menschen ab der Lebensmitte, Männern und Frauen, habe ich zusätzlich Handlungsmöglichkeiten und Ideen erworben. Ich lerne also ständig hinzu. Jeder Klient ist mein Lehrer.

fifty2go: Beschränkt sich die Tätigkeit des PT auf den Sport?

Taina: Das kommt auf den Personal Trainer an. Bei mir gehören zu meinen Tätigkeitsfeldern auch der Bereich Stress- und Burnout-Prävention. Manche PT qualifizieren sich für den Bereich Gewichtsmanagement und Figurtraining.

fifty2go: Und welche für Ziele haben die Klienten?

Taina Nacke-Langenstein
Taina Nacke-Langenstein

Taina: Die sind ungefähr so vielfältig wie das Leben selbst. Es gehören natürlich Figurtraining und Gewichtsmanagement dazu. Andere suchen einen Ausgleich zum Berufsalltag und mehr Lebensqualität. Wieder andre suchen im medizinischen Bereich Unterstützung. Sie wollen mehr Mobilität erreichen oder Schmerzen loswerden. Auch das Herz-Kreislauf-Training findet großen Zuspruch, sowohl prophylaktisch als auch nach einer Reha-Maßnahme. Manche Klienten möchten einfach ihr Wohlbefinden steigern oder Burnout und Depressionen vermeiden. Um nur einige zu nennen. Diese Aufzählung könnte man fast beliebig fortführen.

Seit 1992 arbeitet Taina Nacke-Langenstein als A-lizensierte Fitness- und seit 1993 als Aerobic Trainerin (Step, Bodystyling, High/Low-Impact). Schon während ihre Studiums der Sportwissenschaften, Sportmedizin und Psychologie begann sie als Personal Trainerin zu arbeiten. Nach ihrem Abschluss hat sie zahlreiche Zusatzqualifikationen erworben.

Ruth Hoffmann (Interview)

Taina Nacke-Langenstein (© Photos)
Fotolia (© Salatturnschuh)

Informationen: www.mein-extra-leben.de; www.solutionsforwomen.de

* Personal Training ist nicht zu verwechseln mit Personal-Training. Letzteres trainiert ganze Abteilungen in Büros oder Unternehmen.

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