Achtung: Datendiebe!

Ob E-Mail-Account, Online-Banking oder Online-Shopping: Der Zugang zu den eigenen, sensiblen Daten wird meist per Passwort geschützt. Die Polizei Rheinland Pfalz und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz haben wichtigsten Tipps zusammengestellt, um es Hackern schwer zu machen. Das fängt beim eigenen Passwort an.

Quelle: Fotolia

Es ist eine erschreckende Vorstellung: Beim Blick auf Ihre Kontoauszüge stellen Sie fest, dass fremde Personen Zugriff auf Ihre Konten haben und munter Beträge abbuchen. Oder Sie möchten sich bei Facebook, Instagram und Co. anmelden, doch Ihr Account wurde gehackt und Kriminelle machen sich nun Ihr Profil in den sozialen Netzwerken zu eigen.

Wenn so etwas passiert, dann gab es möglicherweise Sicherheitslücken auf den Webseiten der Anbieter, bei denen Sie Ihre Daten hinterlegt haben. Oder aber Ihr Passwort war schlichtweg zu unsicher.

Laut verschiedenen Studien sind die beliebtesten Passwörter der Deutschen einfache Zahlenfolgen wie ‚1234‘, Kosenamen oder Wörter mit Bezug auf die eigene Person oder das unmittelbare Umfeld. Diese sind alles andere als sicher.

Zudem ist vielen Internetnutzern nicht bewusst, dass sie für jedes Konto ein eigenes Passwort verwenden sollten. Optimal ist ein Passwort aus mindestens zwölf Zeichen, das nicht im Wörterbuch vorkommt, aus kleinen und großen Buchstaben mit Zahlen und Sonderzeichen. Auf den ersten Blick sollte es sinnlos zusammengesetzt sein. „Außerdem sollten Nutzer nicht vergessen, ihr Passwort in regelmäßigen Abständen zu ändern“, rät LKA-Präventionsexperte Sebastian Rieß.

Wer jetzt argumentiert, dass es fast unmöglich ist, sich bei der Menge an Internetdiensten alle Passwörter merken zu können, kann sich eines Passwortmanagers bedienen, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt. Diese erfinden auf Knopfdruck lange, sichere Passwörter und merken sie sich auch. Ein gutes Masterpasswort ist dann jedoch Pflicht.

Doch nicht nur Internetdienste sollten so vor Datendieben geschützt sein. Ein sensibler und sicherer Umgang mit den eigenen Daten fängt schon bei der Nutzung der elektronischen Medien an. So sollte jedes Gerät, mit dem Sie im Internet unterwegs sind oder auf dem sich sensible Daten wie Bilder, Dokumente, Rechnungen oder sonstige private Unterlagen befinden, passwortgeschützt sein.

Jennifer Vanessa Kaiser von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sieht aber auch die Anbieter von Online-Diensten in der Verantwortung, klare Vorgaben für die Mindestlänge eines Passworts zu machen, die den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen.

Text: VZ Rheinland-Pfalz / repor-tal

Informationen: www.verbraucherzentrale-rlp.de, www.polizei.rlp.de

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