Zwei Trümpfe gegen Ärger

Rund jeder Dritte gibt in einer repräsentativen Umfrage der Märktwächter der Verbraucherzentralen an, innerhalb der letzten drei Jahre Ärger mit einem Internet-, Festnetz- oder Mobilfunkvertrag gehabt zu haben. Die Verbraucherzentralen bieten nun einen kostenfreien Online-Service an.

Rund 40 Prozent davon erhielten die gebuchte Leistung nicht wie vereinbart, rund 30 Prozent hatten Schwierigkeiten bei der Kündigung ihres Vertrages. Hinzu kommen weitere Probleme wie ungewollte Abo-Kosten oder eine nicht nachvollziehbare, beziehungsweise zu hohe Telefonrechnung.Bei der Verbraucherzentrale Hamburg beschweren sich Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem über die Vertriebsmethoden von Handyshops. Insbesondere bei der Kündigung von Verträgen lauern Fallstricke.

Nicht ärgern – sich wehren!

Für alle diese Themen können Verbraucherinnen und Verbraucher mit dem neuen Service anhand von Fragen zu ihrem Fall kostenfrei den passenden Brief an das Unternehmen erstellen, um ihre Rechte einzufordern. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) fördert das innovative Projekt, mit dem Betroffene ihre Rechte von den Unternehmen einfordern können.
Maximilian Heitkämper, Fachbereichsleiter Digitales und Verbraucherrecht der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, sagt dazu: „Die Teilhabe an der Digitalen Welt ist für Verbraucher essenziell. Gut funktionierende Internet- und Telefonverträge sind dafür im Alltag unverzichtbar. Mit unserem Online-Service versetzen wir Verbraucher in die Lage, bei Problemen schnell zu handeln und ihre Rechte gegenüber Telekommunikationsunternehmen geltend zu machen.“

Wenn es so einfach wäre . . . moderne Telekommunikation hat ihre Fallstricke

„Gerade ältere Menschen oder Verbraucher, die noch nicht lange in Deutschland leben, gehen oft in einen Handyladen, um ihre Kündigung zu erklären“, berichtet Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Geben die Mitarbeiter des Shops die Kündigung nicht oder zu spät weiter, verlängert sich der Vertrag um ein weiteres Jahr. Die Betroffenen können den rechtzeitigen Eingang des Kündigungsschreibens beim Anbieter meist nicht nachweisen.“ Verbraucher, die im Vertrauen auf die Kündigung schon einen neuen Vertrag im Laden abgeschlossen haben, müssen dann über viele Monate doppelt zahlen.
Um Ratsuchende vor Fallen bei der Kündigung zu schützen, bietet die Verbraucherzentrale Hamburg ab sofort einen kostenlosen Online-Service zur Erstellung eines individuellen Kündigungsschreibens für Mobilfunkverträge an. Die Adressen der fünf größten Anbieter sind bereits hinterlegt. „Das Schreiben einfach mit den persönlichen Informationen befüllen, ausdrucken, unterzeichnen und per Einwurfeinschreiben an das Mobilfunkunternehmen versenden. Einfacher geht es nicht!“, freut sich Rehberg.
Text: VZ/repor-tal
Bilder: Fotolia

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