Schubert für Acht
und Frühes von Dvoràk

Das Quartett: Ken Schumann, Liisa Randalu, Erik Schumann und Mark Schumann (v.l.n.r.), © Kaupo Kikkas
Das Quartett: Ken Schumann, Liisa Randalu, Erik Schumann und Mark Schumann (v.l.n.r.), © Kaupo Kikkas

Die letzte der diesjährigen Neusser ZeughausKonzerte will die Konventionen der der gewohnten Kammermusik sprengen: Auf dem Programm stehen das beliebte, aber wegen der Größe seiner Besetzung selten aufgeführte Oktett F-dur D. 803 von Franz Schubert sowie eine der frühen romantischen Kreationen von Antonin Dvorák.

Der ‘einfache böhmische Musikant’ Dvorák (1841 bis 1904) war 38 Jahre alt, als er sein Streichquartett Es-dur op. 51 komponierte, mit dem das Schumann Quartett den Abend im Neusser Zeughaus eröffnet. Da hatte er gerade die ersten internationalen Erfolgsstücke, seine Slawischen Tänze op. 46, auf den Markt gebracht – und es ist kein Wunder, dass diese ausgeprägt ‘heimatliche’ Phase sich auch in den einfachen, eingängigen Melodien und der ‘schönen Traurigkeit’ des slawischen Gemüts niederschlug.

Die vier Musiker des Schumann Quartetts, die im Jahre 2013 den renommierten ‚Concours de Bordeaux‚ für sich entschieden und seither mit ihrer ‘hohen emotionale Intelligenz’ und ‘traumwandlerischen technischen Sicherheit’ das Publikum begeistern – diese exzellente Formation verbündet sich anschließend mit dem Klarinettisten Ralph Manno, dem Hornisten Christoph Eß, dem Fagottisten Georg Klütsch und dem Kontrabassisten Szymon Marciniak, um eines der kapitalen Kammermusikwerke des Wiener Hilfslehrers Franz Schubert (1797 bis 1828) zu Gehör zu bringen.

Das Schumann Quartett
Ihr Quartett haben die Schumann-Brüder 2007 in Köln gegründet. Seit 2012 spielen sie in der jetzigen Besetzung. Schon früh machte das Quartett auf sich aufmerksam. Sie sind Preisträger großer internationaler Wettbewerbe wie dem Premio Paolo Borciani in Italien und dem Osaka International Music Competition in Japan, gefolgt von dem Gewinn des Wettbewerbs ‘Schubert und die Musik der Moderne’ 2012 in Graz sowie dem Premier Prix de Quatuor à Bordeaux 2013.

Ralph Manno © Oliver Mark
Ralph Manno © Oliver Mark

Ralph Manno wurde schon mit 20 Jahren Soloklarinettist des WDR Rundfunkorchesters, bevor ihn Sergiu Celibidache zu den Münchner Philharmonikern holte. Mit 29 Jahren wurde er Professor an der Kölner Musikhochschule. Als Solist und Kammermusiker ist er weltweit gefragt bei den großen internationalen Festivals.

Christoph Eß ist Solo-Hornist der Bamberger Symphoniker und wird regelmäßig zu den Berliner und Münchner Philharmonikern, zum Tonhalle-Orchester Zürich, zur Staatskapelle Dresden sowie zum Mahler Chamber Orchestra eingeladen. Mit seinem 2009 gegründeten Hornquartett ‘german hornsound’ ist er auf den führenden Musik-Festivals zu hören.

Georg Klütsch © Kaupo Kikkas

Georg Klütsch war viele Jahre Solo-Fagottist der Bamberger Symphoniker und Mitglied des Sabine Meyer Bläser Ensembles. 2001 berief ihn die Musikhochschule Köln zum Professor für Fagott und Kammermusik.

Szymon Marciniak © Merlijn Doomernik

Szymon Marciniak gehört zu den führenden Kontrabass-Virtuosen seiner Generation und tritt als Solist und Kammermusiker mit namhaften Musikern und Orchestern weltweit auf. Er ist Mitglied des New European Ensemble und der Bass Monsters, ein Kontrabass-Quartett, das Rock Klassiker auf den Kontrabässen neu hören lässt.

Text: repor-tal

Photos mit freundlicher Genehmigung von Pro Classics

Informationen und Karten: www.zeughauskonzerte.de

Adresse: Zeughaus, Markt 42-44, 41460 Neuss

Termin: 16. März 2016

Beginn: 20 Uhr, Einführung: 19.15 Uhr

Karten: 26,70 Euro, 34,10 Euro, 42,00 Euro

Ticket-Hotline: 02131 / 526-99 999

Fotoangaben:

Schumann Quartett , Foto: Kaupo Kikkas

Ralph Manno, Foto: Oliver Mark

Christoph Eß, Foto: Dan Zoubek

Georg Klütsch, Foto: Kaupo Kikkas

Szymon Marciniak, Foto: Kaupo Kikkas

Schumann Quartett

Ken Schumann – Violine

Liisa Randalu – Viola

Erik Schumann – Violine

Mark Schumann – Violoncello

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