Der Niederrhein erklingt…

© Internationales Niederrhein Musikfestival

Am 25. August beginnt das Internationale Niederrhein Musikfestival von Fans sehnsüchtig erwartet. Alljährlich treffen sich befreundete Musiker, um das Festival zu dem zu machen, was es heute ist.

Das Internationale Niederrhein Musikfestival zieht seit dreizehn Jahren sein Publikum an. Das liegt vor allem an seinem bunten, gattungsübergreifenden Programmen. In diesem Jahr stehen bis zum 15. Oktober sieben Veranstaltungen an sechs reizvollen Orten der Region auf dem Plan. Der Bogen reicht von Klassik bis zum Chanson, vom A-capella-Gesang bis zum Ausdruckstanz und lateinamerikanischen Klängen, die inzwischen zu einem Markenzeichen des Festivals geworden sind.

(v.l.n.r.) Schirmherren Jens Spanjer (Vorstand Stiftung Schloss Dyck) und Harald Zillikens (Bürgermeister der Gemeinde Jüchen), Peter Landmann (künstlerischer Leiter Kempen Klassik), Anette Maiburg (künstlerische Leiterin des NMF), Eckart Schulze-Neuhoff, (Leiter des Robert-Schumann-Saales), Susanne Geer (Festivalorganisation), Schirmherr Hans-Jürgen Petrauschke (Landrat Rhein-Kreis Neuss), Dr. Volker Gärtner (Stiftung der Sparkasse Neuss), Karla Zerressen (Langen Foundation), Christian Frücht (Bankhaus Metzler) © Andreas Baum/Rhein-Kreis Neuss

Der sommerliche Reigen beginnt mit zwei Konzerten auf Schloss Dyck, die bei entsprechendem Wetter in dem malerischen wie auch akustisch vorzüglichen Innenhof stattfinden werden. Am 25. August heißt es beim virtuosen Eröffnungskonzert: Klassik trifft Lateinamerika, und zwei Tage später gibt es Canciones de Venezuela. Die künstlerische Leiterin und Flötistin Anette Maiburg hat zu diesen beiden Veranstaltungen neben dem rumänischen Gitarristen Mircea Gogoncea ein rein venezolanisches Ensemble eingeladen: An der Spitze Fabiola José, die in ihrer Heimat ganze Fußballstadien füllt. Die charismatische Sängerin geht jedes Jahr für das Kulturministerium ihrer Heimat auf Tournee durch die größten Städte Venezuelas und schwelgt mit Musikern wie Eddy Marcano in Bolero und Merengue. Außerdem sorgen Cruz Marin auf der Cuatro-Gitarre und Roberto Koch mit seinem Kontrabass für eine wahrhaft authentische Atmosphäre.

Anette Maiburg © Harry Vorsteher

Mit dem Cellisten Guido Schiefen und dem Pianisten Florian Noack wird Anette Maiburg am 2. September in der Barockkirche Wickrathberg einen Klassiker und zwei Meister des 20. Jahrhunderts miteinander kombinieren: Carl Maria von Weber, Bohuslav Martinu und Astor Piazzolla – drei ganz eigenständige Komponisten, die nicht zuletzt durch die Virtuosität ihrer Musik und durch die tänzerischen Qualitäten der Stücke miteinander verbunden sind.

Am 23. September gibt das fünfköpfige A-capella-Ensemble amarcord sein Gastspiel beim Niederrhein Musikfestival, um in der futuristischen Langen Foundation eine facettenreichen Reise durch Amerika! anzutreten Die mehrfach mit dem ECHO Klassik ausgezeichnete Formation singt zunächst Musik der amerikanischen ‚Klassiker‘ Charles Ives, Aaron Copland und Samuel Barber, um anschließend mit faszinierender Stilsicherheit und unwiderstehlichem Charme in die Regionen von Jazz und Soul einzuschwenken.

Chansonnier Tim Fischer © Friedrun Reinhold

Erstmals in der Franziskaner-Kirche in Kempen findet das Internationale Niederrhein Festivals nur wenige Tage später, am 29. September, statt: So oder so ist das Leben lautet das Motto des Konzertes, in dem der deutsche Chansonnier Tim Fischer seine ganz spezielle Kunst in einen Dialog mit der Klangwelt der klassischen Kammermusik bringt. Bei dem großen Bogenschlag von Südamerika nach Mitteleuropa wird er flankiert von dem Galatea Quartett und dem vielseitigen Arrangeur Stefan Malzew (Erlkönigs Verwandlungen), der an diesem Abend je nach Bedarf das Akkordeon, die Klarinette oder das Vibraphon bedient.

Am 7. Oktober präsentiert sich der Cellist Guido Schiefen, den die Freunde des Niederrhein Musikfestivals seit Jahren kennen und schätzen, in der Mühle Zanders in Nettetal mit einem ebenso anspruchsvollen wie lohnenden Soloprogramm, in dem er unter anderem eine Suite von Johann Sebastian Bach und die kühne Sonate von Zoltán Kodály aufführen wird – ein überaus expressives Werk, das auf beeindruckende Weise alle Register des Instruments zieht.

Impression 2016/Open-Air Schloß Dyck © Max Zdunek

Mit Classica Cubana endet das Niederrhein Musikfestival am 15. Oktober im Robert-Schumann-Saal des Museum Kunstpalast in Düsseldorf. Anette Maiburg, Joaquin Clerch und die gleichfalls aus Kuba stammende Jazzpianistin Marialy Pacheco werden zusammen mit der sizilianische Tänzerin und Choreographin Ivana Scavuzzo ein Feuerwerk zünden, das noch lange in Erinnerung bleibt.

Text: Pro Classics / repor-tal

Photos mit freundlicher Genehmigung von Pro Classics

Informationen: www.niederrhein-musikfestival.de

Veranstaltungsorte:
Schloss Dyck, Klosterstraße, 41363 Jüchen Damm
Langen Foundation, Raketenstation, Hombroich 1, 41472 Neuss
RobertSchumannSaal, Kulturzentrum Ehrenhof, Ehrenhof 45, 40479 Düsseldorf
Kirche Wickrathberg, Berger Dorfstraße 53, 41189 Mönchengladbach
Kulturforum Franziskanerkloster, Burgstraße. 19, 47906 Kempen
Mühle Zanders, Büschen 1, 41334 Nettetal

Karten: westticket-Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 0211- 27 40 00 oder im Internet. Eintritt ab 20 Euro

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