Tandoori meets
Westerwald

Der Aschenbraten ist ein traditionelles Rezept im Westerwald, aber auch in anderen Gegenden Deutschlands und Europas. Dabei wurden die Bratentöpfe früher gut verschlossen in Holzkohlenöfen, Schmiedefeuern oder auch in Lava- oder Schwefelspalten gesetzt und nach einigen Stunden wieder herausgeholt. Man nutzte einfach ohnehin anfallende Hitze zum Kochen.

Da aber der Aschenbraten auch heute noch genauso gut schmeckt wie früher, haben wir eine kleine Variante probiert: Aschenbraten à la Tandoori. Die Gewürzmischung aus Indien, die insbesondere für die Zubereitung von Fleisch im Tandur, einem Holzkohleofen, verwandt wird.

Man nehme vier Schweine-Nackensteaks und acht dünne Scheiben geräucherten durchwachsenen Speck. An Gewürzen benötigen wir Salz und Pfeffer, Rosmarin, Thymian und Salbei – vorzugsweise frisch – und natürlich Tandoori-Gewürz. Weiter gehören auch noch vier Gemüsezwiebeln in das Gericht. Und zum Einpacken sollte Alufolie vorhanden sein.

Jetzt wird auf der Alufolie geschichtet. Zunächst die in Scheiben geschnittenen Zwiebeln auf die Folie legen. Darauf verteilen wir die Kräuter.

Dann das von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer und dick mit Tandoori-Gewürz bestreute Fleisch darauf legen.

Eine weitere Schicht Zwiebelscheiben und Kräuter auf das Fleisch verteilen und zwei dünne Bauchspeckscheiben darauf legen. Danach das Ganze fest in Folie einschlagen.

Während der Garzeit geben Fleisch und Zwiebeln viel Saft ab. Deshalb sollte man besser zwei Schichten Alufolie verwenden. Wer den Aschenbraten im Backofen zubereitet, sollte ihn in eine Auflaufform legen.
Für die Zubereitung im Ofen sollte dieser auf etwa 180 Grad bei Ober- und Unterhitze vorgeheizt sein. Zum Garen braucht der Aschenbraten mindestens drei Viertelstunden. Manche sagen auch, er sollte so lange im Ofen bleiben, bis er anfängt, etwas angebrannt zu riechen. Denn was man da erschnuppert, ist nicht das Fleisch, sondern der verdunstende Bratensaft. Erst dann beginnt das Fleisch zu bräunen und entwickelt das Röstaroma, das zu einem Braten dazugehört, und erst dann wird es auch zart und butterweich.
Auch für die Zubereitung im Grillfeuer – auf die Kohlen gelegt und mit glühenden Kohlen bedeckt – gilt das Gleiche. Das Minimum der Zubereitung sollten aber immer rund 45 Minuten sein bei einer Menge von vier Steaks. Die Zeit variiert natürlich von der Menge, bei weniger Fleisch, weniger Zeit und umgekehrt.
Man kann den Aschenbraten auch im Cobb-Grill unter der Haube zubereiten. Um vier Portionen ordentlich durchgaren, braucht es aber rund zwei Stunden. Guten Appetit!

Text: Ruth Hoffmann

Photos © repor-tal

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