Corona Bolognese?

Halten Sie auch das Robert-Koch-Institut für eine Filiale von Doktor Oetker?

Glauben Sie eventuell, dass man bösartige Mikroben mit dünnen Nudeln abwehren kann – eventuell durch systematisches Aufspießen?

Oder gehören Sie zu den anscheinend vielen Zeitgenossen, die sich vor der Langeweile fürchten, die eine wochenlange Quarantäne bedeuten könnte? Und die deswegen einen größeren Vorrat an Material zum Mikado-Spielen angeschafft haben?

Irgendwas in der Art muss doch in den Köpfen derjenigen vorgegangen sein, die in diesen Tagen bei meinem Stamm-Discounter den kompletten Spaghetti-Vorrat abgeräumt haben! Gar nicht zu reden von den Packungen mit passierten Tomaten…

Bekanntlich grassiert bei uns praktisch in jedem Winter mindestens ein Virus. Mal ist es die Vogel- oder sonst eine Grippe, mal die Masern oder die Windpocken. Fatal, also tödlich, verlaufen die Infektionen normalerweise selten. Trotzdem – allein wegen der Masse der Infizierten, gehen die Opfer manches Jahr in die Tausende.

Massenkäufe von Spaghetti hat es deswegen bisher meines Wissens noch nicht gegeben. Doch sind vernünftige und qualifizierte Ratschläge zur normalen Hygiene derzeit offenbar weniger im Schwange als Panik-Gerüchte, die wohl vor allem in sogenannten Sozialen Medien verbreitet werden – ‚viral‘ nent man das ja wohl mit Grund.

– Kennen Sie die neueste Verschwörungstheorie? Das Corona-Virus soll ja ursprünglich von der Nudeln-mit-Tomatensosse-Industrie in die Welt gesetzt worden sein…

Ich empfehle jedenfalls dringend, beide Produkte vor dem Verzehr gut abzukochen!

Schorsch Bongs

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