¡¡Danza!! – Ritmo latino

Die Lust an tänzerischer Ausgelassenheit verbindet – neben der Sprache – Spanien mit den Ländern Lateinamerikas. Im stimmungsvoll historischen Ambiente des Tuppenhofs lädt das Niederrhein Musikfestival zu einer musikalischen Reise voller Lebensfreude, mitreißender Rhythmen und vielfältiger Musiktraditionen ein.

Friederike von Krosigk, Foto Ira Weinrauch

Ausgehend von der feurigen Leidenschaft des Flamenco in Andalusien begeben sich die Musiker nach Buenos Aires, um sich der sinnlichen Melancholie des Tangos hinzugeben. Karibische Leichtigkeit und Ausgelassenheit präsentieren sie mit traditionellen Stücken aus Venezuela. Auf ihrer Rundreise zeigen sie Geschichte und Gegenwart einer der vielfältigsten und tanzfreudigsten Kulturräume unseres Planeten – virtuos, heißblütig, gefühlvoll und immer unterhaltsam.

Spanien wird geprägt von unterschiedlichen Kulturen und Sprachen, die allesamt über eine reiche und verschiedenartige Geschichte und Tradition verfügen. Einig sind sich die iberischen Kulturen in ihrer Begeisterung für den Tanz. Als sich Ende des 19. Jahrhunderts spanische Komponisten dazu aufmachten, eine spanische Nationalmusik zu erschaffen, nahmen sie sich vor allem andalusische Klänge und Tänze zum Vorbild, wie es vor ihnen auch schon französische und russische Kollegen getan hatten. 

Der Flamenco, der oftmals als spanischer Volkstanz missverstanden wird, aber Bestandteil der Kultur der Gitanos ist, wurde zur großen Inspirationsquelle für Komponisten wie Isaac Albéniz, Manuel de Falla und Enric Granados. Er steht auch am Anfang eines Programms, das der engen Beziehung der hispanoamerikanischen Musik zum europäischen Mutterland nachgeht und das dichte Geflecht an kulturellen Einflüssen und Traditionen beleuchtet, das im Laufe der Jahrhunderte die facettenreich schillernde Musikvielfalt Lateinamerikas hervorbrachte. In Argentinien vermischte sich die Musik spanischer und anderer europäischer Einwanderer mit afrikanischen Eiflüssen, die heute zwar kaum noch erkennbar sind, sich aber in der Rhythmik des Tangos niederschlugen. 

Von einem Tanz, der in den Vorstädten und zwielichtigen Spelunken der Metropole Buenos Aires seinen Anfang nahm, wurde der Tango im Laufe des 20. Jahrhunderts durch Komponisten wie Astor Piazzolla endgültig zur Musik für den Konzertsaal. Viel deutlicher als im Tango sind die Einflüsse des afrikanischen und indigenen Erbes in der Musik Venezuelas. So wie Spanier, Afrikaner und amerikanische Ureinwohner in der Bevölkerung Venezuelas aufgingen, prägen ihre Kulturen auch eine Musik, die mit Instrumenten wie dem Cuatro einen ganz eigenen, unverkennbar venezolanischen Klang hat. 

In Kooperation mit dem Museumsförderverein Kaarst e.V. 

Das Ensemble setzt sich zusammen aus Božo Paradžik (Kontrabass), Friederike von Krosigk (Kastagnetten), Klaus Jäckle (Gitarre), Anette Maiburg (Flöte) und Cruz Marin Rosas (Cuatro)

Text: Pro Classics / repor-tal

Photos mit freundlicher Genehmigung von Pro Classics

Informationen: www.niederrhein-musikfestival.de

Termin: 11. Oktober 2019, 19 Uhr

Ort: Tuppenhof, Rottes 27, 41564 Kaarst

Karten: www.niederrhein-musikfestival.de

Programm:

Manuel de Falla (1876-1946)
Aus dem Ballett Der Dreispitz: Danza del molinero
für Gitarre & Kastagnetten 

Enrique Granados (1867-1916)
Aus Danzas espãnolas: Andaluza für Flöte & Gitarre 

Manuel de Falla (1876-1946)
Aus Siete canciones populares espanõlas
El paño moruno, Canción, Jota, Nana, Polo
für Kontrabass & Gitarre 

Isaac Albéniz (1860-1909)
Malagueña aus España Op. 165 no.3 Rumores de la Caleta
(Arr. Andreas Tarkmann)
für Flöte, Gitarre, Kontrabass & Kastagnetten 

Krystof Zgraja (*1950)
Virtuose Flamencoetüde Nr.1
für Flöte & Kastagnetten 

Manuel de Falla (1876-1946)
Aus dem Ballet Der Dreispitz: Danza de la molinera, Fandango
(Arr.: Klaus Jäckle)
für Flöte, Gitarre, Kontrabass & Kastagnetten 

Astor Piazzolla (1921-1992)
Aus Histoire du Tango
Bordel 1900, Café 1930, Nightclub 1960
für Flöte & Gitarre 

Oblivion für Kontrabass, Flöte und Gitarre

Antonio Lauro (1917-1986)
Natalia für Gitarre solo & Fächertanz 

Anonym
Danza folclórica für Cuatro solo

Luis Alfredo Laguna (1926-1984)
Vals Natalia für Kontrabass, Gitarre & Cuatro 

Anonym
Pajarillo Danza folclórica (Arr.: Pedro Mauricio Gonzalez)
für Flöte, Gitarre, Kontrabass & Cuatro

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